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28.06.2017

 

 

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Die Wissenschaft des Schenkens

Das perfekte Geschenk auszuwählen, ist schwierig. Dafür müssen Zeit, Gedanken und Geld investiert werden. Geschenke sollen gefallen, aber auch geschätzt werden und die Beziehung zwischen dem Schenkenden und dem Beschenkten stärken. Deshalb sollte man meinen, dass die Gedanken, die man sich macht, um genau das richtige Geschenk zu finden, sehr wichtig für den Beschenkten sind und dessen Anerkennung steigern, da solche Gedanken ein Zeichen für Zuneigung seitens des Schenkenden sind. Ist es nicht so, dass vor allem „die Absicht zählt“?

Neue Forschungsergebnisse von Nicholas Epley, Professor für Verhaltenswissenschaften an der University of Chicago Booth School of Business und Yan Zhang von der National University of Singapore weisen jedoch darauf hin, dass diese weit verbreitete Ansicht nicht zustimmt.

Im täglichen Leben kann die Absicht, mit der man ein Geschenk macht, leicht mit einem besseren Geschenk verwechselt werden. So mag es scheinen, als zählte die Absicht des Schenkenden, obwohl es in Wirklichkeit die Qualität des Geschenkes ist, auf die es ankommt. Weil die gute Absicht sie dazu bringt, ein besseres Geschenk zu wählen (und nicht, weil es über die Qualität des Geschenkes hinaus zusätzliche Dankbarkeit und Anerkennung beim Beschenkten hervorruft), können Schenkende meinen, dass beim Beschenken eben „diese Absicht zählt“.

Um zu testen, ob Menschen wirklich glauben, dass „die Absicht zählt“, führten die Forscher eine Serie von vier Experimenten durch. Zuerst wurde eine Gruppen von Teilnehmern gebeten vorherzusagen, wie viel Anerkennung und Dankbarkeit ein Beschenkter nach dem Erhalt eines Geschenks von einem Freund unter unterschiedlichen Umständen (gefallendes vs. nicht gefallendes, sorgfältig vs. gedankenlos ausgewähltes Geschenk) verspüren würde.

Wie nicht anders zu erwarten war, glaubten sie, dass ein gefallendes Geschenk mehr Anerkennung und Dankbarkeit hervorrufen würde als ein nicht gefallendes Geschenk und dass - entsprechend der allgemeinen Ansicht - ein sorgfältig ausgewähltes Geschenk für mehr Anerkennung und Dankbarkeit sorgen würde als ein gedankenlos Ausgewähltes.

„Obwohl die Schenkenden den Einfluss der Qualität des Geschenks auf die Anerkennung des Beschenkten richtig voraussagten, misslang es den Schenkenden aus allen vier Experimenten durchweg vorherzusagen, wann die Absicht, mit der sie das Geschenk gemacht hatten, zählen würden und wann nicht“, sagte Epley.

„Da die Schenkenden und die außenstehenden Beobachter nicht dieselben psychologischen Prozesse durchlaufen, die eine Urteilsbildung seitens der Beschenkten aktivieren, kann es schwierig sein zu wissen, wann es darauf ankommt, Zeit und Gedanken in ein Geschenk zu investieren, und wann nicht. So gesehen, ist es falsch zu sagen, dass nur „die Absicht zählt“.

Wenn Sie also möchten, dass jemand ein Geschenk von Ihnen schätzt, dann sollten Sie darauf achten, ein gutes Geschenk zu finden, und sich nicht darum kümmern, ob es ein wohlüberlegtes Geschenk ist oder nicht. Wenn Sie sich der Person, die Sie beschenken, allerdings näher fühlen möchten, dann sollten Sie sich so viele Gedanken wie möglich zu Ihrem Geschenk machen und nicht beleidigt sein, wenn der Beschenkte übersieht, wie aufmerksam und sorgfältig Sie bei der Wahl waren.

 


Veröffentlicht am: 22.12.2012

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