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30.05.2017

 

 

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Nach Rauchstopp gleich zum Lungen‐Checkup

Raucher, die sich vorgenommen haben, nach Silvester auf ihr Laster zu verzichten, sollten im neuen Jahr möglichst bald einen Lungenfacharzt aufsuchen, um überprüfen zu lassen, ob ihre Lunge bereits bleibende Schäden durch den Tabakkonsum genommen hat. Dazu raten die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) in Heidenheim.

„Ob sich bereits eine chronisch‐obstruktive Bronchitis entwickelt hat, kann man mit einem Lungenfunktionstest feststellen, durch den sich das Ausmaß der Atemwegsverengung bestimmen lässt“, erklärt Dr. Michael Barczok, Vorstandsmitglied des BdP und praktizierender Pneumologe im Lungenzentrum Ulm.

Aussagen über die Fähigkeit der Lunge zum Sauerstoffaustausch erlauben darüber hinaus die Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut und die so genannte CO‐Diffusionsmessung, die nur wenige Minuten dauert, allerdings nur vom Lungenfacharzt durchgeführt werden kann – im Gegensatz zur Lungenfunktionsuntersuchung, die in einfacher Form auch beim Hausarzt erfolgen kann. „Die Fähigkeit der Lunge zur Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft ist abhängig von der jeweils diffusionswirksamen Oberfläche der Lungenbläschen und Gefäße“, erläutert Barczok. „Diese Gasaustauschfläche ist insbesondere beim Lungenemphysem infolge der Zerstörung von Lungenbläschen vermindert, was sich in einer geringen Diffusionskapazität widerspiegelt.“

Allen langjährigen, auch beschwerdefreien Rauchern anzuraten

Beide Untersuchungsmethoden – Lungenfunktionstest und CO‐Diffusionsmessung ‐ sind erforderlich, um das Ausmaß der Schädigung durch langjähriges Rauchen festzustellen. „Das gilt insbesondere für Menschen, die mindestens 20 Päckchenjahre auf dem Buckel haben (d.h. die über zwanzig Jahre hinweg ungefähr eine Zigarettenpackung pro Tag oder eine vergleichbare Menge geraucht haben) wie natürlich auch für all diejenigen Raucher, die bereits unter Symptomen wie chronischem Husten mit oder ohne Auswurf und Atemnot leiden. Aber auch diejenigen, die noch keine Atemwegsbeschwerden wahrnehmen, sollten sich testen lassen. Denn COPD (chronisch‐obstruktive Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem) ist eine schleichend fortschreitende Erkrankung, die ‐ unerkannt und unbehandelt – zu einem allmählichen Verlust der Lungenfunktion führt, der nicht mehr umkehrbar ist“, warnt Barczok.

Frühzeitige Behandlung kann Krankheitsverlauf verbessern

Eine COPD ist zwar nicht heilbar, andererseits kann das Fortschreiten der Erkrankung (und damit der zunehmende Verlust der Lungenfunktion) abgebremst oder sogar aufgehalten werden, wenn man sie so früh wie möglich behandelt. „Neben dem Rauchstopp ist es besonders wichtig, auch medikamentös gegen die der Erkrankung zu Grunde liegende, fortschreitende Entzündung vorzugehen, sonst fällt der Verlust der Atemfunktion immer größer aus und die die damit einhergehenden Atemwegsbeschwerden werden immer schlimmer“, betont Barczok. „Um das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen, sollten COPD‐Patienten daher so früh wie möglich entzündungshemmende Medikamente einnehmen. Zur Behandlung und Abmilderung ihrer Atemwegsbeschwerden stehen außerdem Bronchien erweiternde Wirkstoffe zur Verfügung. Es gibt auch Kombinationspräparate, die beide Wirkstoffe miteinander vereinen – mit deren täglicher Einnahme sich also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen lassen. Empfehlenswert ist es außerdem Lungensport zu betreiben und sich gesund zu ernähren – auch hierzu sollte man sich vom Lungenfacharzt informieren und beraten lassen.“

Ausführliche Informationen über Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung von COPD und weiteren Lungen‐ und Atemwegserkrankungen finden Betroffene und Interessierte im Internet unter www.lungenaerzte‐im‐netz.de.

 


Veröffentlicht am: 09.01.2013

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