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Morgengruß von Helmut Harff: Schwachpunkt Aufsichtsrat

Der neue Berliner Flughafen ist zu einer Lachnummer geworden. Nun soll er 2015 (vielleicht) eröffent werden. Schuld an den ständig steigenden Kosten und einer Terminverschiebung nach der anderen soll unter anderem der Aufsichtsrat sein. Dabei stehen der Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit und der Brandenburgische Ministerpräsident Platzek im Mittelpunkt des medialen Interesses.

Sicherlich haben die beiden SPD-Politiker keinen guten, um nicht zu sagen, einen katastrophalen Job im Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH gemacht. Doch das Gremium umfasst 15 Mitglieder, darunter Staatssekretäre und fünf (!) Arbeitnehmervertreter. Es haben also 15 Menschen als Aufsichts- und damit als Kontrollorgan versagt. Wie sagte gestern ein Kommentator: "Wowereit hätte mal mit einem Berliner Taxifahrer reden sollen. Der hätte ihm sagen können, was in Schönefeld Sache ist. Vernichtender kann eine Politikerschelte kaum sein".

Doch warum sitzen überhaupt Politiker in einem Aufsichtsrat? Vielleicht müssen sie dort aus irgendwelchen Gründen Sitz und Stimme haben. Doch wo sind die Fachleute. Wer würde schon bei einem privaten Bauvorhaben den Bürgermeister seines Ortes  - so er kein Fachmann ist - mit der Aufsicht über den Bau seines Anwesens betrauen?

Was ich auch nicht verstehe, warum man gerade bei Großprojekten sich immer so einen engen Zeit- und Finanzrahmen gibt. Man weiß doch aus der Baugeschichte der letzten fünftausend Jahre, dass solche Projekte immer länger dauern und teurer werden, als geplant. Ich würde gleich die dreifache Bausumme nennen und den Zeitraum deutlich länger wählen. Wird es dann doch nicht so teuer und geht etwas schneller, jubeln alle. Ja, manchmal kann das Leben sehr einfach sein, wenn man nicht zu eitel ist.

Übrigens, beobachtet man mal die deutschen Unternehmen, so versagen dort ebenfalls reihenweise die Aufsichtsräte. Auch dort sitzen Politiker, Anwälte, ehemalige Vorstandsmitglieder und Arbeitnehmervertreter, die nicht genug kontrollieren, nicht genug kontrollieren wollen und wohl auch nicht können.

Jetzt mache ich mir mein Frühstück. Eigentlich wollte ich zu dem Thema gar nichts sagen. Aber irgendwann ist genug. Warum sind eigentlich keine Journalisten oder gar Flughafengegner im Flughafen-Aufsichtsrat?

Ich wünsche Ihnen ein schönes Frühstück. Bewerben Sie sich doch um einen Posten bei den Aufsehern des Flughafenbaus. Sie können das sicher besser, als die, die dort jetzt rumsitzen.

 


Veröffentlicht am: 09.01.2013

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