Startseite  

20.02.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Börsen-Unwort 2012: Freiwilliger Schuldenschnitt

Düsseldorfer Makler, Wertpapierhändler und Analysten haben das zwölfte Börsen-Unwort gewählt. „Freiwilliger Schuldenschnitt“ wurde mit großer Mehrheit zum Börsen-Unwort 2012 gewählt.

Schon lange zerren die Staats­schuldenkrise sowie die anscheinend wirkungslosen Rettungsaktionen im Fall Griechenland an den Nerven der Börsianer. Das Vertrauen der Anleger und Investoren wurde Anfang 2012 final durch den als „freiwillig“ deklarierten Schuldenschnitt Griechenlands erschüttert, handelt es sich für alle Privatanleger doch eher um eine Enteignung.

Die griechische Regierung hatte nach Verhandlungen mit Banken und institutionellen Investoren kurzerhand per Gesetz rückwirkend in die Anleihebedingungen Zwangsumschuldungs­klauseln (Collective Action Clauses) eingeführt, die private Anleihegläubiger zum Forderungsverzicht zwangen.

Der Schuldenschnitt traf damit auch die Privatanleger, die bei den Verhandlungen zum Schuldenschnitt vollständig ausgeschlossen waren. Durch diese faktische Enteignung haben viele das Vertrauen in Staaten und das hohe Gut der Rechtsstaatlichkeit verloren. Ob das wieder gewonnen werden kann, ist sehr fraglich. Ein weiterer Schuldenschnitt Griechenlands wird dazu nichts beitragen. Höchstens der griechische Wein bietet den Anlegern die Chance, über die ärgsten Enttäuschungen hinweg zu kommen – das wusste schon Udo Jürgens 1974.

Das „Börsen-Unwort des Jahres“ wird von der Börse Düsseldorf in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Frankfurter Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser seit 2001 ermittelt. Seit 2011 ist die Linguistin Prof. Dr. Nina Janich (TU Darmstadt) Vorsitzende und Sprecherin der Jury. Zum „Unwort des Jahres 2012“ wurde die Formulierung „Opfer-Abo“ gewählt. Weitere Unwörter 2012 sind: "Pleite-Griechen" und "Lebensleistungsrente".

Bisherige Börsen-Unwörter:
2011: „Euro-Gipfel“
2010: „Euro-Rettungsschirm“
2009: „Bad Bank“
2008: „Leerverkauf“
2007: „Subprime“
2006: „Börsen-Guru“
2005: „Heuschrecken“
2004: „Seitwärtsbewegung“
2003: „Bester Preis“
2002: „Enronitis“
2001: „Gewinnwarnung“

 


Veröffentlicht am: 16.01.2013

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Logo yorxs

 

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| Geld & Genuss
| gentleman today
| Frauenfinanzseite
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit