Startseite  

21.09.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

So rollte die DDR

Alexander Storz nimmt Sie in seinem Buch auf eine Reise in den Arbeiter- und Bauernstaat mit und zeigt, dass der Osten ganz anders als der Westen rollte. Das ist kein Geheimnis, aber interessant und schön anzusehen. "So rollte die DDR" ist auch ein Stück bebilderte Zeitgeschichte in Buchform.

Schnell wird klar, dass auf den ostdeutschen Straßen weit mehr als nur Trabi & Wartburg rollten. Auch der Osten Deutschlands kann eine automobile Geschichte vorweisen, wenngleich weniger glanzvoll als der damalige Klassenfeind. Um seinen Lesern einen Überblick zu verschaffen, gliedert der Autor sein bildlastiges Werk in neun Kapitel: beginnend mit Eigenbauten und Improvisationen, deren Ursprung meist noch vor dem Krieg lagen, geht es über den Neuanfang im Osten hin zu den ersten Duroplast-Modellen aus den 1950er Jahren, darunter die ersten P70 Wartburg- und EMW-Modelle.

Ihnen folgten die bekannten Plastebomber der Marke "Trabant", welche 30 Jahre lang das DDR-Straßenbild beherrschen sollten. Doch auch von "Trabant" und "Wartburg" gab es abseits der Einheitstypen einige Sondermodelle, etwa fürs Militär oder einen Wartburg-Pickup, der allerdings mehrheitlich in den Export ging. Auch ihnen widmet Autor Stolz Teile seines Buches, wobei er neben einigen offiziellen Bildern vielfach auf Aufnahmen aus Familienalben zurückgreift. Bei diesen Bildern schwingt ein gehöriges Maß DDR-Charme mit, schließlich wird stets ein großes Stück Zeitgeschichte transportiert.

Kapitel 6 widmet sich schließlich den Importen aus sozialistischen Bruderländern: Marken wie Lada, Moskvitch, Skoda, Tatra und Zaporojez waren jedoch auf den DDR-Straßen in der Unterzahl. Umso interessanter ist der Fundus an Bild- und Info-Material, die Alexander Stolz hierzu zusammengetragen hat. Besonders spannend aber leider recht kurz geraten ist das Kapitel über den „Renn- und Rallyesport“: Hier berichtet Stolz nicht nur von Rennpappen und flotten Wartburgs, sondern auch von den ersten Melkus-Konstruktionen, wie dem so genannten „Ketten-Wartburg“.

Sie sehen: Die Spannweite der mobilen Fortbewegungsmittel zu DDR-Zeiten war trotz Mangelwirtschaft recht breit, wobei der Autor die nicht unbedeutende Motorradpalette nahezu komplett ausspart. Dennoch kommt sein Buch auf 175 Seiten mit 248 S/W- und 81 Farbbildern. Mit Sicherheit hätte er auch die doppelte Seitenzahl ansprechend füllen können.

Alles in allem liefert der sehr preisgünstige Band einen profunden und kurzweiligen Blick in die Automobilität der DDR, vom mühsamen Anfang bis zum ruhmlosen Ende im Zuge der Wende. "So rollte die DDR" ist nicht nur für technisch Interessierte empfehlenswert, sondern auch unter zeitgeschichtlichen Aspekten einen Blick wert! (F.S.)

So rollte die DDR - Unterwegs im Arbeiter- und Bauernstaat
Autor: Alexander Franc Storz
Verlag: Motorbuch
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 978-3-613-03469-3
Erschienen: September 2012

 


Veröffentlicht am: 22.01.2013

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit