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Morgengruß von Helmut Harff: Jesus - ein Mann

Heute überraschte mich Pastorin Mechthild Werner. Sie, bekannt als Sprecherin des „Wort zum Sonntag“ im ARD-Fernsehen, sprach in Deutschland Radio Kultur über Männer. Ich erwartete die üblichen Attacken gegen die Machos, Männerseilschaften, Frauenunterdrücker oder Familienflüchtlinge.

Doch die Pastorin erzählte von einem in den Medien tätigen Freund, der zur Entschleunigung für einige Tage ins Kloster ging. Sie freute sich darüber, dass da ein Mann ist, der wieder zu sich selber finden will. Sie bedauerte die Männer, die keine Schwächen zeigen können, die immer so tun (müssen), ob sie nicht umhauen kann, die nie krank werden (wollen), denen nichts eine Träne entlocken kann.

Ich war im ersten Augenblick verwundert so etwas von einer Pastorin zu hören. Doch bei weiterem Zuhören wurde mir klar, dass sie gar kein anderes Männerbild propagieren kann, wenn sie Jesus von Nazareth gerecht werden will. Das war ein Mann, der sich nicht um Konventionen scherte, als Jude den nicht gerade gewünschten Umgang mit Huren und Zöllnern pflegte. Er zog mit 12 Männern durch die Gegend, bezog Frauen in seine Verkündungen ein, kümmerte sich um Kranke und Aussätzige. Andererseits zweifelte er, ging nicht für zwei Tage ins Kloster, sondern für 40 in die Wüste.

Und doch, unfehlbar ist er genau wie wir heutigen Männer ebenfalls nicht gewesen. Er war nicht Josephs Kind, der es jedoch wie sein eigenes aufzog. Er stritt - pardon - diskutierte gern mit anderen Männern, den Gelehrten. Er ging, zumindest ist nichts überliefert, selber nicht zum Arzt. Er hatte (oder wollte) keine Kinder. Ob er für die gesorgt hätte, so beschäftigt wie er war? Er war Stolz, ließ sich lieber ließ er sich ans Kreuz nageln, als klein bei zu geben.

Wenn man sich das so vor Augen führt, haben wir Männer uns in den vergangenen 2.000 Jahren nicht wesentlich verändert. Vielleicht waren wir schon vor 2.000 Jahren so perfekt an diese Welt angepasst, dass wir uns trotz Mondflug und Internet nicht mehr verändern müssen. Doch bedeutet so ein Stillstand nicht auch, dass wir schlicht vom anderen Geschlecht überholt werden?

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und denke dann darüber nach.

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück. Vielleicht denken Sie ja auch einmal über unsere Rolle als Männer nach. Ob das so ein Genuss sein wird?

 


Veröffentlicht am: 24.01.2013

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