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26.06.2017

 

 

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Fränkische Verführungen in Bayreuth und Nürnberg

Sowohl Bayreuth als auch Nürnberg bereiten 2013 Kultur- und vor allem Musikliebhabern zahlreiche  Höhepunkte. Beide Städte feiern den 200. Geburtstag und den 130. Todestag Richard Wagners und damit dem großen Komponisten, der untrennbar mit Bayreuth und Nürnberg verbunden ist.

Unter dem Motto „Bayreuth. Da steckt Wagner drin!“ wurde in Bayreuth ein Jahresprogramm zusammengestellt, das mit Konzerten, Opern- und Theateraufführungen, Ausstellungen und Lesungen Wagner feiert und hinterfragt. Hochkarätige Musiker stehen dabei auf der Bühne, genauso gibt es aber auch Angebote, um den großen Wagner und seine Werke ganz ungezwungen kennenzulernen – etwa am 22. Mai 2013 bei der großen Geburtstagsfeier im Bayreuther Stadtkern.

Neben dem Festspielhaus auf dem Grünen Hügel ist die Wagner Villa Wahnfried ein zentrales touristisches Highlight Gerade diese Attraktion ist allerdings noch lange Zeit nicht zugänglich, da jetzt nach 10jähriger Planung die Umgestaltung und Erweiterung in Angriff genommen wurde. Sehenswert und wert in eine dauerhafte Form zu bringen ist eine temporäre Ausstellung vor dem Festspielhaus „Verstummte Stimmen. Die Bayreuther Festspiele und die ‚Juden’ 1876 bis 1945“. Zum einen wird mit dieser Ausstellung der Missbrauch der Festspiele als Mittel der Propaganda und antisemitischer Hetze dargestellt, zum andern wird das Schicksal von Solisten, Orchester- und Chormitgliedern geschildert, die Opfer des Naziterrors wurden.

Mit einem ebenfalls großen Programm schließt sich auch Nürnberg den Feierlichkeiten an. Mit gutem Grund: Nürnberg ist die einzige Stadt, der Wagner mit „Die Meistersinger von Nürnberg“ eine Oper auf den Leib komponierte. Diese Oper ist Dreh- und Angelpunkt des Nürnberger Veranstaltungsreigens und steht zusätzlich zu weiteren Wagneropern am 7. und 14. April, 5. und 30. Mai 2013 auf dem Spielplan des Staatstheaters Nürnberg (im prachtvollen 1905 fertig gestellte Opernhaus) .

Eine besondere Ehre kommt der „Festwiesen-Szene“ und damit dem berühmten Meistersinger-Finale zu Teil: Es wird am 25. Juli 2013 vom Staatstheater Nürnberg live auf dem Nürnberger Hauptmarkt aufgeführt. Von der alternativen Pocket Opera Company wird Richard Wagners unvollendete Jugendoper nach Tausendundeiner Nacht „Männerlist größer als Frauenlist oder Die glückliche Bärenfamilie“  in einem Zirkuszelt im Stadtpark uraufgeführt (17. und 28.6. und 4./5.7. 2012).

Auch die kulturhistorische Aspekte werden in sehenswerten Ausstellungen beleuchtet. Das Germanische Nationalmuseum zeigt vom 21. Februar bis 2. Juni „Wagner – Nürnberg – Meistersinger – Richard Wagner und das reale Nürnberg seiner Zeit“ Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht die Originalpartitur der „Meistersinger von Nürnberg“. In der Ausstellung „Wagnersinger Meister Sachs – Hans Sachs, Richard Wagner und der Nürnberger Meistergesang“ (vom 18. Januar bis 23. Juni 2013)  im Stadtmuseum Fembohaus wird die Wiederentdeckung des Dichter und Sängers Hans Sachs ab 1776 und die nationalpatriotische Verklärung Nürnbergs dargestellt.

Nicht nur große Komponisten werden in Franken gefeiert, sondern auch große Literaten. 2013 wäre Jean Paul 250 Jahre alt geworden. Als echter Franke – in Wunsiedel geboren und in Bayreuth gestorben – ist er der Schöpfer von Figuren wie dem vergnügten Schulmeisterlein Wutz, dem Siebenkäs, dem Quintus Fixlein sowie natürlich von Werken wie den „Flegeljahren”. Am 21. März wird das neue Jean-Paul-Museum eröffnet (in einer lange vom Winifred Wagner-Vertrauten und Antisemiten H. S. Chamberlain bewohnten Villa). Die Stationen seines Lebens thematisiert im Jubiläumsjahr zum Beispiel die Litfaßsäulen-Ausstellung „Jean Pauls Orte”; groß gefeiert wird bei der offiziellen Jean-Paul-Festwoche vom 15. bis 24. März 2013. Dazu kommen Veranstaltungen wie Lesungen mit dem Titel „Jean Paul und das Bier. Autoren im Rausch“ oder die Kochkurse „Hoppelpoppel und Schnepfendreck – Jean Paul häppchenweise“. Sie beweisen, dass der Dichter durchaus kein Verächter der fränkischen Kost war.

Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth hingegen ist mit dem Ernennungsjahr 2012 der jüngste Zugang unter den fränkischen UNESCO-Welterbestätten. Als eines der schönsten Barocktheater Europas zeugt es noch heute vom Leben und Wirken der Markgräfin Wilhelmine, die die Residenzstadt Bayreuth in eine prachtvolle Kulturmetropole umgestaltete. Ihr Lieblingsprojekt, das Markgräfliche Opernhaus, wird nun bis 2016 aufwändig generalsaniert Während der Sanierung ist im Foyer sowie zwei darüber gelegenen Sälen und in der Fürstenloge ab Mai eine Ausstellung zum Baudenkmal und seiner Restaurierung zu sehen.

Wie vielfältig das Urlaubsland Franken ist, beweist ein Blick in den Veranstaltungskalender auf der Website www.frankentourismus.de/veranstaltungen oder auf der kostenfreien App „Freu Dich auf Franken“. Mehr als 2.500 Veranstaltungen pro Jahr sind dort zu finden, und jedes Jahr werden es mehr. Für den besten Überblick sorgt die Suche, mit der man nach Orten, Gebieten oder Zeitraum eingrenzen kann – und bei der man aus 17 verschiedenen Veranstaltungskategorien wählen kann. Diese Kategorien zeigen auch gleich, mit welchen Schwerpunkten Franken punktet: zum Beispiel mit Brauchtumsveranstaltungen, Kulinarischen und Weinkulturellen Veranstaltungen, hochkarätigen Konzerten oder Weihnachtsmärkten. Literaturfestivals wie das Poetenfest in Erlangen (29. August bis 1. September 2013) wechseln sich ab mit historischen Festen, Theaterfestivals und Festspielen.

Selbstverständlich wird in Franken gerne gefeiert: sei es bei traditionellen Bierfesten und Kirchweihen wie der Bergkirchweih in Erlangen (16. bis 27. Mai 2013) und dem Annafest in Forchheim (20. bis 29. Juli 2013) oder bei exotischen Festivals wie dem „Samba Festival“ in Coburg (12. bis 14. Juli 2013) oder dem „Africa Festival” in Würzburg. Letzteres findet vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 bereits zum 25. Mal statt und hat sich zum größten Festival afrikanischer Musik und Kultur in Europa entwickelt. Historische Festspiele hingegen nehmen die Besucher mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Beim Festspiel „Der Meistertrunk“ in Rothenburg (17. bis 20. Mai 2013) lebt etwa der Dreißigjährige Krieg wieder auf und die Stadt feiert mit einem Heereszug und Feldlagern ihre wundersame Errettung vor den Schergen des Generals Tilly, der die protestantische Stadt im Oktober 1631 eigentlich brandschatzen und plündern wollte.

Leib und Seele werden natürlich auch durch kulinarische Erlebnisse zusammengehalten – in Franken sind diese von besonderer Qualität. So setzt die Kampagne „Franken – Wein.Schöner.Land!“ als fränkische Qualitätsoffensive auf die Vernetzung aller touristischer Bereiche Weinfrankens. Offeriert werden für den genussorientierten Weinfreund auf der Basis hoher Qualitätskriterien ausgewählte Angebote unter anderem aus den Bereichen „Zu Gast beim Winzer“, „Weine und Winzer“ und „Weinfeste“. Die beliebten Informationen zu den Reisen zum Frankenwein sind auch als App verfügbar. Die kostenlose Software ermöglicht es, sämtliche Inhalte der Website www.franken-weinland.de mit detailliertem Kartenmaterial und umfangreichen Infos aus dem AppStore downzuloaden. Die georeferenzierten Karten dienen zum einen der effektiven Reiseplanung per Smartphone und erleichtern zum anderen die Orientierung vor Ort um ein Vielfaches.

Natürlich ist auch bei der ebenso erfolgreichen Initiative „Franken – Heimat der Biere“ eine „App“ verfügbar. Diese Kampagne verknüpft interessante Tipps und Hinweise „rund um Frankens Biere“ mit Biertouren, Bierfesten und Bierpauschalen.

Die Broschüre „Franken – Land der Genüsse“ – die wie die anderen Broschüren des Tourismusverbandes auch als Blätterkatalog im Internet zu finden ist – nimmt mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise zu den „handfesten” Genüssen Frankens. Darin werden kulinarische Köstlichkeiten aus Franken vorgestellt, wie beispielsweise die fränkischen Bratwürste, Nürnberger Lebkuchen oder Aischgründer Karpfen.

Copyright: "Franken-Tourismus"
Autor: Dr. Jörg Raach / www.berliner-kulturbrief.de

 


Veröffentlicht am: 25.02.2013

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