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Aufgespießt: Ausgebrannt

(Helmut Harff / Chefredakteur) Wir sind jung. Wir sind leistungsfähig. Wir sind belastbar. Wir können alles schaffen. Wir sind sportlich. Wir machen Party. Wir schaffen weit mehr als gesetzlich vorgeschrieben. Wir sind rund um die Uhr erreichbar. Wir können einfach alles.

Diese Aussagen würden wohl viele Menschen unterschreiben, auch wenn sie den Begriff "jung" sehr weit auslegen, wenn sie zumindest ab und zu an ihre Belastungsgrenzen stoßen und die eigene Bestzeiten beim Marathonlauf schon lange nicht mehr erreicht wurde. Und doch, wir können alles.

Wir können fast alles, denn am Ende sagt unser Körper, sagt unser Gehirn, hör auf! Unser so hoch geschätztes Oberstübchen, mit dem wir all unsere rationalen und irrrationalen Entscheidungen treffen, verweigert uns seinen Gehorsam. Unser Gehirn sagt uns: Du kannst nicht alles! Für Dich hat der Tag auch nur 24 Stunden! Lebe danach! Wenn wir darauf nicht hören, geht unser Gehirn einen Schritt weiter und bremst uns aus.

Je nach körperlicher Konstitution treibt es uns auf Klo. Wir bekommen Kopfschmerzen, der Magen krampft, uns wird schwindelig, wir können nicht schlafen, mal ist uns kalt, mal schwitzen wir. Im Gehirn scheint etwas durcheinander geraten zu sein. Nun ist es an uns, auf diese Signale zu hören, mindestens zwei Stufen zurück zu schalten. Unser Motto sollte dann nicht mehr lauten: Wir können einfach alles.

Wer die körperlichen Alarmsignale nicht hört, glaubt, er habe alles im Griff, ohne ihn ginge ja ohnehin nichts, der wird unter Umständen nur noch Zeit dazu habe, zu begreifen, dass es ohne ihn sehr wohl geht. Wer auf die vom Gehirn ausgesandten Alarmsignale nicht hört, dem drohen burn out, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Wen es weniger schlimm trifft, kommt mit Magengeschwüren oder ähnlichen Leiden davon.

Doch was tun? Wir können und wollen häufig gar nichts an unserem Leben ändern. An vielen Stellschrauben müssen wir auch gar nicht drehen. Unsere Arbeit macht uns spaß, Sport machen wir gern und feiern ist toll. Doch müssen wir 12 bis 14 Stunden täglich arbeiten, müssen wir Marathon laufen und auf jeder Party die harten Sachen konsumieren? Nein. Es geht auch eine Nummer kleiner. Zehn Stunden Arbeit reichen auch. Bei einem Halbmarathon kann man sich auch auspowern und Wein statt Whiskey auf der Party ist auch nicht schlecht.

Den Slogan "Wir können einfach alles" sollten wír ändern in "Wir können einfach alles genießen". Dinge, die wir wirklich genießen, machen wir entspannter und häufig auch besser. Wozu also Ausraster des Körpers riskieren?

 


Veröffentlicht am: 04.03.2013

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