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Morgengruß von Helmut Harff: High Heels müssen es sein

Ich gebe es zu, High Heels finde ich toll. Mir tun die Füße ja darin auch nicht weh. Ich finde hohe Absätze einfach sexy. Doch auf die Idee, Frauen das Tragen von solchen Schuhen zu verordnen, würde ich nicht kommen. Ich glaube auch, dass die Modemacher, die ihre Models sehr häufig in High Heels auf den Catwalk schicken, nichts von einer solchen Anordnung halten würden.

Anders in der autoritär regierte Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan. Die Studentinnen an der dortigen Universität dürfen den Campus nur auf den Hochhackigen betreten. Rektor Abduschabbor Rachmonow ist wohl weder Fetischist noch besonders sexistisch. Er begründet seine Anordnung ganz anders: "Zukünftige Lehrerinnen sollten niveauvoll gekleidet sein, damit sie ihren Schülern gute Manieren beibringen können". Für ihn ist die Uni "kein Sportinstitut, in das die Mädchen mit Turnschuhen, Ballerinas oder flachen Schuhen kommen können".

Das High Heel-Gebot des Ex-Bildungsministers hat, so ist Pressemeldungen zu entnehmen, eine politisch-religiöse Bedeutung. Man will in Tadschikistan mit solchen Maßnahmen einer Radikalisierung der Bevölkerung wie im Nachbarland von Afghanistan vorbeugen.

Das ist aus unserer Sicht schon ziemlich skurril. Man stelle sich vor, der Gesetzgeber fordert, dass Frauen nur noch oben ohne in die katholische Kirche gehen dürfen und begründet das damit, so die Priester endlich vom Zölibat abzubringen. Man könnte auch den Politikern das Tragen von Anzügen mit dem Hinweis darauf verbieten, dass sie als Volksvertreter wie das Volk gekleidet sein sollten. Mutter Merkel in Kittelschürze und Frau von der Leyen im Schlabber-Look? Wer will das?

Andererseits kann ich nicht so richtig über die Anordnung in Tadschikistan amüsieren. Klar kann man mit einem High Heel-Gebot für Studentinnen nicht viel gegen Fundamentalisten ausrichten. Doch diese Vorgehensweise drückt für mich auch Hilflosigkeit und Angst aus.

Wir sollten allerdings nicht mit Arroganz nach Tadschikistan sehen. Kleidervorschriften und deren Bekämpfung haben auch in Deutschland Tradition. Man sehe sich nur das Outfit eines katholischen und eines evangelischen Bischofs an. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde man in der DDR von der Polizei gern mal festgehalten, wenn man "westliche" Kleidung wie Jeans und Nato-Parker trug.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und hoffe auf besseres Wetter. Dann tragen die Frauen auch wieder High Heels - ganz freiwillig

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück. Mit welcher Kleidung protestieren Sie wogegen?

 


Veröffentlicht am: 28.03.2013

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