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Morgengruß von Helmut Harff: Allein mit einem Ei

Zu Weihnachten allein - das geht nicht. Da werden Obdachlose bekocht, da singen Kinder in Altersheimen, da besuchen sich Menschen, die sich das ganze Jahr nicht sehen, da werden Millionen Postkarten mit Weihnachtsgrüßen und unzählige Päckchen verschickt. Weihnachten wird auch gespendet, was das Konto hergibt. Weihnachten will man sich mit wem auch immer gut stellen.

Und was ist mit Ostern? Was ist mit dem höchsten Fest der Christenheit? Gut, der neue Papst Franziskus hat jungen Strafgefangenen die Füße gewaschen. Doch ansonsten? Viele, sicherlich viel zu viele Menschen, sind Ostern allein. Da kommt kein Gruß, kein Päckchen. Da gibt es kein Osterfrühstück für Obdachlose. Da werden gern Menschen vergessen. Ist das die Osterbotschaft unsere Tage? Teilen wir so die Freude über Jesus Auferstehung? Teilen wir so die Freude, dass der Mann aus Nazaret uns mit seinem Kreuztod von unseren Sünden befreit hat?

Ich hoffe nicht, dass dem so ist. Doch das, was ich beobachte, zeigt mir, dass ich mit meiner Sorge wohl recht habe. Ostern hat für uns seine Bedeutung verloren. Hätten einst die Verantwortlichen von Coca Cola nicht die heutige Figur des Weihnachtsmannes kreiert, sondern den Osterhasen, wer weiß, wie die Geschichte verlaufen wäre.

Vielleicht ist es aber auch so, dass wir einfach mehr mit der Geburt eines kleinen Jungen in einem Stall anfangen können, als mit seinem Tod und der nicht gerade üblichen Auferstehung. Schließlich gehen wir ja mit der Geburt eines Menschen auch viel offener um, als mit den Tod. Und die Auferstehung - die wiederspricht all unseren Erfahrungen. Was wir nicht kennen, glauben wir nicht. Und hier liegt ein Problem für die Osterzeit. Wir glauben nicht. Wir freuen uns auf den Frühling, auf Süßigkeiten und vier freie Tage. Doch warum denken wir dabei so wenig an Menschen, die Ostern allein sind?

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und blicke auf das Schneetreiben vor meinem Fenster. Wenn schon nicht weiße Weihnacht, so haben wir zumindest in Berlin dieses Jahr eben weiße Ostern. Wenigstens mein Frühstücksei ist bunt angemalt.

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück. Genießen Sie die Osterfeiertage und vergessen Sie Ihre Mitmenschen nicht.

 


Veröffentlicht am: 31.03.2013

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