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Farbzeichen und die Lust zur Kunst – Otmar Alt, der Zeichensetzer

Wie soll man sie nennen, seine Kunst? Fröhlich? Bunt? Phantastisch? Angela Merkel bezeichnet das Werk von Otmar Alt im Katalog-Grußwort als „Kunst zum Anfassen“ und ihn selber als einen „Magier von Farbe und Form“. Otmar Alt hat seine farbenfrohe, scheinbar unbekümmerte Fabulierlust mit Pinsel, Farbe und Stift, in Glas, in Porzellan, aus Kunststoff oder Metall als „gemalte Erzählungen“ beschrieben. Und einleuchtend scheint auch der Text auf seinem Bild „1940“, wo man liest: „Angesichts der Sintflut von Klagen baute ich mir eine Arche Noah für meine positiven und fröhlichen Gedanken.“

Das Porzellanikon Selb zeigt vom 20. April bis zum 6. Oktober in der Ausstellung „Farbzeichen und die Lust zur Kunst“, mit welch überbordender Artenvielfalt Otmar Alt sein persönliches künstlerisches Rettungsschiff im Laufe seines nunmehr dreiundsiebzig Jahre langen Lebens bevölkerte.

Nicht nur sein Geburtsjahr – eben 1940 – machte diese Flucht des „notorischen Freigeistes“ Otmar Alt einleuchtend. Dass diese jedoch nicht nur glückte, sondern dass Otmar Alt dadurch gar noch einen ganz eigenen Kosmos erfand, der im Kunstbetrieb nach 1950 bis heute Bestand und Bedeutung hat, dass er schon lange zu den ganz Großen gehört – das ist keine zwangsläufige Schlussfolgerung. Aber Alt glaubte an seine Arche: Unbeirrbar hielt er an dem Wunsch fest, Maler zu werden und Ende der 60er Jahre hatte er es geschafft: Namhafte Galerien in Deutschland und in New York, in London veranstalten Einzelausstellungen mit Otmar Alt, er erhielt den Franz Roh-Preis.

In diese Zeit fallen auch der Beginn seiner keramischen Arbeiten und die Beschäftigung mit der Plastik. Diesen Schwerpunkt vertiefte Alt später und schuf zunehmend auch große Formate, etwa für die Bundesgartenschau, für Schwimmbäder, für Kliniken, für öffentliche Plätze. Ende der 70er Jahre arbeitete Otmar Alt erstmals bei Rosenthal, eine Kooperation, die immer wieder gepflegt wurde. Doch damit ist die Palette der Möglichkeiten noch lange nicht erschöpft. Großen Fassaden- und verblüffende Objektgestaltungen folgten Ausstattungen für Theaterstücke, Opern oder fürs Ballett, Glasbilder und -objekte wurden durch Emaille-Techniken ergänzt. Daneben entstanden Tuschzeichnungen, Aquarelle, Radierungen und immer wieder Bilder, die in ihrer wie collagierten, ostentativen Buntheit stets grafisch dominiert sind. Seine künstlerische Arche indes brauchte Alt noch manches Mal in seinem Leben. Und immer entsteht hier – selbst aus den schmerzlichsten Erfahrungen – Neues, Anderes, was doch in einem gleich bleibt: in seiner ungebrochenen Lebensbejahung.

Zu Oberfranken hatte Otmar Alt schon früh eine starke Verbindung. Nicht nur der öffentliche Raum in Hof erzählt beredt davon. Es kamen dazu die Freundschaft zu Philip Rosenthal, der limitierte Objekte, aber auch ganze Service entsprangen oder etwa seine Befassung mit dem Werkstoff Glas in Selb und später in Amberg, seine Arbeit für Arzberg.

Die Ausstellung im Porzellanikon mit ihren sieben Themenbereichen zeigt einen Querschnitt aus dem Schaffen des vielseitigen Ausnahmekünstlers. Natürlich gibt es Porzellane und Glasarbeiten. Aber auch Beispiele von Alts Theaterprojekten. Man zeigt ebenso große Außenplastiken in Bronze, Holz oder aus Kunststoff wie Lithographien und Original. Die Arbeiten entstammen dabei allen Schaffensjahren, von Alts Anfängen bis 2012. Die Auswahl der Objekte wurde maßgeblich von dem Alt-Kenner Wolfgang Faßbender getroffen. Im Porzellanikon Selb, das ohnehin für seine Ausstellungspräsentationen bekannt ist, ist er auch der Ideengeber für die ausgefallene Inszenierung der großen Ausstellung. Bei der Ausstellungseröffnung ist Otmar Alt anwesend.

Die Museen in Hohenberg und Selb
Werner-Schürer-Platz 1
95100 Selb
www.facebook.com/porzellanikon

 


Veröffentlicht am: 05.04.2013

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