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Morgengruß von Helmut Harff: Ab in die Pfandleihe

Was macht ein Mensch, der Geld braucht und bei der Bank abblitzt? Er borgt sich Geld. Nun muss man erst einmal einen finden, der jemand etwas leiht, der eigentlich nichts hat. Das Zauberwort heißt Pfandleihe. Hier geben sich all jene die Klinke in die Hand, die noch etwas zu versetzen haben. Die Pfandleiher beleihen alles, was sich zu Geld machen lässt, wenn das Pfand nicht eingelöst wird.
   
Als ich einen Bericht über den Run auf Pfandleihen in Deutschland sah, ging mir ein ketzerischer Gedanke durch den Kopf: Wieso gibt es eigentlich keine Pfandleihen für Kommunen und Länder? Wieso agiert die öffentliche Hand nicht genau wie wir Bürger? Sicherlich passiert es immer wieder, dass von Kommunen sogenanntes "Tafelsilber" verkauft wird. Handelt es sich um öffentliche Gebäude, werden die dann gern wieder zurück gemietet. Das sind zumeist Geschäfte, von denen die Kommunen nicht wirklich profitieren.

Wieso gibt das chronisch Pleite Berlin nicht einige seiner Kunstwerke in eine internationale Pfandleihe? Wieso verpfändet Griechenland nicht einige Inseln? Weil es bisher nicht möglich ist. Ist mein Gedanke so abwegig? Ist er nicht umsetzbar? Man diskutiert ja auch, Staaten in die geregelte Insolvenz  gehen zu lassen. Das machen Tausende Deutsche Jahr für Jahr und sind dann irgendwann schuldenfrei.

Wieso sollen also Staaten nicht auch ihr Eigentum wie der Normalbürger als Pfand für Kredite hinterlegen? Vielleicht mögen das die Bürger nicht und zahlen ehrlicher ihre Steuern. Vielleicht mögen das aber auch die Politiker nicht. Schließlich ist ein Pergamonaltar im Pfandhaus nicht gerade populär. Dann sollen sie sich andere Konzepte einfallen lassen und nicht die Bürger dazu bringen, ihre letzte Habe in die Pfandleihe zu bringen.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Ob eine Pfandleihe für Kommunen und Staaten eine gute Geschäftsidee ist?

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück. Ich wünsche Ihnen, dass sie eine Pfandleihe nur besuchen, wenn die Pfänder versteigert werden.

 


Veröffentlicht am: 10.04.2013

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