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23.06.2017

 

 

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Der Zauber von Acadia

Panoramasicht über den Eagle Lake vom Cadillac Mountain

„In Acadia kann man mit einer Hand fischen und gleichzeitig mit der anderen Hand Blaubeeren pflücken“ – So lautet ein Sprichwort, das auf anschauliche Weise verdeutlicht, was den Nationalpark im Bundesstaat Maine so außergewöhnlich macht, denn nirgendwo sonst an der Ostküste kommen sich Meer und Berge so nah wie an diesem Ort. Heute gehört der 1919 gegründete Park aufgrund seiner überwältigenden Schönheit und der Nähe zu den Metropolen der Ostküste zu den zehn beliebtesten Nationalparks der USA.

Besonders im Mai und im Juni, wenn überall im Park die Lupinen ihre weißen, lila und rosafarbenen Blüten tragen, wird Acadia zu einer wahren Augenweide. Um diese einzigartige Natur in Maine zu bewahren, wurde der Nationalpark auf Betreiben einer Gruppe wohlhabender Gönner um John D. Rockefeller Jr. erdacht und geschaffen. Der Großteil des etwa 200 km² großen Parks befindet sich auf der Insel Mount Desert Island, die über einen kurzen Damm mit dem Festland verbunden ist, die übrigen Teile des Parks liegen verstreut auf kleineren Inseln und einer Halbinsel. Im Nordosten von Mount Desert Island liegt der alte Fischereihafen Bar Harbor, Hauptort der Insel und Eingang zum Park. Hier finden Reisende zahlreiche Inns, Bed & Breakfasts, Motels und Restaurants. Wer es beschaulicher mag, findet auch in anderen Ortschaften auf der Insel schöne Übernachtungsmöglichkeiten.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich an der 44 km langen Park Loop Road, die mitten durch den Nationalpark führt. Sie beginnt am Besucherzentrum in Hulls Cove und führt zu zahlreichen Wanderwegen und auf den Cadillac Mountain, dessen baumfreier Gipfel einen imposanten Ausblick über den Park, das Meer und die Inseln bietet. Mit einer Höhe von 466 m ist der Cadillac Mountain der höchste Berg an der Ostküste der USA. Berühmtheit erlangte er vor allem, weil er zu bestimmten Zeiten des Jahres der erste Ort in den USA ist, von dem aus man den  Sonnenaufgang beobachten kann. Auch die Sonnenuntergänge in Acadia sind ein sehenswertes Schauspiel. Besonders vom 1858 erbauten Leuchtturm Bass Harbour Head Light hat man eine herrliche Sicht auf den Ozean und kann farbgewaltige Sonnenuntergänge erleben.

Direkt an der zerklüfteten und von der Brandung umtosten Felsküste führt einer der schönsten Streckenabschnitte der Park Loop Road zum Sand Beach, dem einzigen Sandstrand der sonst von Steinstränden beherrschten Insel. Hierher kommen im Sommer die Sonnenanbeter, die auf der Suche nach Erholung und Strandvergnügen sind. Wer die dramatische Küste noch direkter und ursprünglicher erleben möchte, sollte den Ocean Trail Wanderweg benutzen. In diesem Fall lässt man das Auto am besten auf dem Parkplatz beim Sand Beach stehen und wandert bis zum Otter Point. Ein anderer empfehlenswerter Platz für Wasserfreunde ist der Echo Lake, ein schöner und waldgesäumter See, in dessen Nähe sich der 208 m hohe Acadia Mountain erhebt.

Wer gut und gern zu Fuß unterwegs ist, sollte den Park auf seinem 200 km umfassenden Netz aus Wanderwegen erkunden. Von leicht zu bewältigenden Wegen bis hin zu anspruchsvollen Felspfaden findet sich für alle Outdoorfreunde die passende Strecke. Speziell bei abenteuerlustigen und geübten Wanderern beliebt ist der Precipice Pfad, der an einen Klettersteig erinnert. Er ist zwar nur 300 m lang, dafür aber sehr steil, weshalb Eisensprossen und Handgriffe helfen, die hoch aufragenden Felswände zu bewältigen. Bei den geführten, Klettertouren mit der Kletterschule Acadia Mountain Guides können Anfänger und Fortgeschrittene sich auf großartige Ausblicke freuen, da die Touren schnell die Baumgrenze überschreiten und in alpine Berglandschaften führen, von denen aus man eine grenzenlose Fernsicht genießt www.acadiamountainguides.com.

Wasser spielt in Acadia natürlich ebenfalls eine große Rolle. Um dieses Element hautnah zu spüren, sollten Aktivurlauber auf keinen Fall zwei großartige Wassersportarten verpassen: Bei geführten Touren mit dem Seekajak können auch Besucher ohne Kajakerfahrung die Küste von Maine und den Ozean ganz unmittelbar erleben www.acadiaparkkayak.com. Und beim leicht zu erlernenden Stand-up Paddling steht man auf einer Art Surfbrett und bewegt sich mit einem Paddel fort, um dabei in aller Ruhe die Natur auf sich wirken zu lassen www.acadiasup.com.

Für idyllische Fahrradtouren eignen sich besonders gut die rund 100 km langen autofreien Wege, die ursprünglich für Pferde und Kutschen angelegt wurden. Sie führen vorbei an Bergen und Bächen und um Gewässer wie den Eagle Lake und den Jordan Pond, der in einer von Eiszeitgletschern geformten Landschaft liegt.

Der Acadia Nationalpark

Der Nationalpark ist das ganze Jahr über geöffnet, allerdings sind die meisten Straßen im Winter von Dezember bis April geschlossen. Im von Mitte April bis Mitte Oktober geöffneten Besucherzentrum in Hulls Cove erhält man Informationen und Tipps. Acadia liegt ungefähr 6 Autostunden nördlich von Boston und 3 ½  Autostunden nordöstlich von Portland.

Weitere Informationen zum Acadia Nationalpark finden Sie unter www.nps.gov/acad/index.htm.

Reiseplanerbestellung

Interessierte können kostenlose Neuengland Broschüren Email an und Kartenmaterial bei Discover New England anfordern. Tel: +49-221-2336409, per discovernewengland@getitacross.de oder direkt im Internet unter www.neuenglandusa.de.

Foto: Maine Office of Tourism

 


Veröffentlicht am: 30.04.2013

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