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Morgengruß von Helmut Harff: Freunde gesucht

Freunde, das ist das Salz in der Lebenssuppe, so habe ich einmal bei einem Schriftsteller gelesen. Recht hat der Mann. Wirkliche Freunde sind ein Schatz, den man behüten und sorgsam behandeln muss. Freunde, dass sind die, für die man immer da ist, die einem alles erzählen können, denen man für die Wahrheit dankbar ist. Nicht jeder Bekannte darf sich mein Freund nennen. Diese Auszeichnung haben nur wenige Menschen verdient. Ich hoffe, dass ich von einigen Menschen als Freund angesehen werde.

Heute haben sehr viele Menschen sehr viele Freunde - im Internet. Dafür ist unter anderem Mark Zuckerberg und sein Dienst Facebook schuld. Er hat damit einem Trend aufgegriffen, der augenscheinlich in unsere Singlewelt wie die schon häufiger zitierte Faust aufs Auge passt.

Doch nun habe ich zwei Meldungen gelesen, die mich nicht nur am Freundschaftsdienst Facebook, sondern insgesamt zweifeln lassen. Man kann sich, so wurde vermeldet, Facebook-Freunde kaufen. Ja, da gibt es tatsächlich Anbieter, die dafür sorgen, dass man mehr Freunde bei Facebook hat. So kann der Freundlose gegenüber seinen Mitmenschen damit punkten, wie viele Freunde er hat. Das soll sein Image bei anderen Menschen aufpolieren. Es ist augenscheinlich peinlich, wenn man auf Facebook nur 20 oder 30 Freunde hat. Ich finde das traurig.

Doch nicht nur im Netzt sind Freunde gefragt. Auch im "normalen" Leben will man mit interessanten Freunden bei wem auch immer punkten. Doch Freunde fallen nicht vom Himmel. Es scheint so, dass immer mehr Menschen als Freund nur noch die Katze, den Hund oder den Goldfisch haben.

Das hat jetzt eine Agentur in Berlin erkannt. Dort kann man Freunde "mieten" - für 20 Euro die Stunde. Männer kannten so etwas bisher als Escort-Service. Dabei ging es im Endeffekt um sehr engen körperlichen Kontakt und um deutlich höhere Honorare. Bei dem neuen Dienst soll es gerade darum nicht gehen. Man mietet eben keinen Sexualpartner auf Zeit, sondern einen Freund. Kann man einen Vertrauten, eine Freund mieten? Ich halte das für unmöglich. Freundschaft, Vertrauen muss sich entwickeln.

Für mich sind diese Meldungen ein dringendes Alarmzeichen. Ein Alarmzeichen für die gesellschaftlich Entwicklung. Mit einem Land, wo Leute Freunde mieten oder dafür bezahlen, dass sich mehr "Freunde" auf ihrer Facebook-Seite tummeln, ist einfach etwas nicht in Ordnung.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Wie halten Sie das mit den Freunden?

 


Veröffentlicht am: 07.05.2013

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