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Morgengruß von Helmut Harff: Auferstehung der Männer

Heute ist ein Feiertag, dessen Bedeutung eigentlich nur Theologen oder sehr bibelfeste Menschen kennen. Christi Himmelfahrt bezeichnet im christlichen Glauben die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel, ist bei Wikipedia zu lesen. Das geschah nach christlichem Glauben 40 Tage nach seiner Auferstehung - also nach Ostern.

Die meisten Menschen, wohl auch viele getaufte, können mit dem Tag nicht so richtig etwas anfangen. Da kommt es vielen gelegen, dass genau dieses variable Datum noch ein andere Bedeutung hat. Heute ist Vater-, Männer- oder Herrentag. Damit huldigen die Männer nicht Gott, sondern sich selber.

"Erfunden" wurde der Überlieferung nach der Vatertag von den Berlinern. Die Einweihung der Jüngeren in die Sitten und Unsitten von Männlichkeit wurde Ende des 19. Jahrhunderts zum jährlichen Kult. Leider werden wohl eher die Unsitten, als die Sitten weiter gegeben und untereinander jedes mal neu zelebriert. Das heißt bei vielen Männern, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Alkohol zu trinken. Wenn man dann im Straßengraben aufwacht und auch noch eine blutige Nase hat, ist für viele Männer der Herrentag ein voller Erfolg gewesen.

Allerdings gehen immer mehr Männer dazu über, den Tag mit der Familie oder mit Freunden so zu verbringen, dass man auch den Abend noch bei vollem Bewusstsein erlebt. Das hat wohl weniger mit einem gottgefälligen Leben, als mit der Einsicht zu tun, dass ein Totalabsturz nicht erstrebenswert ist.

Doch gibt es etwas, was Christi Himmelfahrt, die Heimkehr zu seinem Vater und den Vatertag miteinander verbindet? Auf den ersten Blick wohl kaum. Und doch, drücken nicht beide eine ganz besondere Verbindung zwischen Vater und Sohn aus? Ist nicht für uns Söhne zumindest lange Zeit der Vater so etwas wie ein Gott, den wir anbeten, den wir verehren? Ist der Vater nicht (oder sollte er es nicht zu mindest sein) der gütige Gott, der uns beschützt, uns den Weg ins Leben ebnet? Streben wir nicht danach, Gott, sprich Vater, zu gefallen, von ihm anerkannt, geliebt und gelobt zu werden? Ist es nicht auch so, dass wir als Heranwachsende beide, Gott und Vater, in Frage stellen? Verlieren wir einen oder beide, fehlt uns nicht etwas?

Das sah wohl die Amerikanerin Sonora Smart Dodd (1882–1978), deren Vater im Sezessionskrieg 1861–1865 gekämpft hatte, ähnlich. Sie gilt in den USA als Begründerin des Vatertages.  1910 rief sie, beeinflusst durch die Einführung eines Muttertages, eine Bewegung zur Ehrung von Vätern ins Leben.

Ach ja, der Muttertag. Der ist auch ein Tag für den Kampf um die Rechte der Frauen. Sollten wir Männer nicht auch den Vatertag dazu nutzen, uns für unsere Rechte stark zu machen?

Ich gehe jetzt Frühstücken. Danach fahre ich ins Grüne. Hoffentlich regnet es nicht wie so oft am Herrentag.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück, einen schönen Vatertag und morgen einen katerlosen Brückentag.

 


Veröffentlicht am: 09.05.2013

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