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Morgengruß von Helmut Harff: Pfingsten in Berlin

Jahr für Jahr legt man irgendwo fest, welche Stadt sich für 365 Tage mit dem Titel "Kulturhauptstadt Europas" schmücken darf. Ich habe da einen Vorschlag, dass alles zu vereinfachen. Man ernennt einfach Berlin zu "Der Kulturhauptstadt Europas". Nein, das ist kein plumper Lokalpatriotismus. Was allein an Pfingsten in Berlin an Kultur geboten wurde, war selbst für hartgesottene Hauptstädter und Touristen nicht "abzuarbeiten".
   
Hauptanziehungspunkt war sicherlich der "Karneval der Kulturen". Am schönsten Tag des langen Wochenendes, dem Sonntag, strömten so um die 100.000 Menschen nach Kreuzberg um beim großen Multi-Kulti-Fest dabei zu sein. Wer sich seine Wasserflasche mitbrachte, konnte das Spektakel ganz umsonst genießen. Kostenlos war (und ist jeden Sonntag von Mai bis September, normalerweise um 15 Uhr) das Carillon-Konzert im Großen Tiergarten ganz in der Nähe der Spree. Kostenlos waren auch Konzerte in fast allen Bezirken der Hauptstadt zu genießen.

Doch die Hauptstadt hat nicht nur die großen Events und Hochkultur zu bieten. Eine Pfingstentdeckung war für mich das kleine Artenschutz-Theater. Unter den S-Bahngleisen in der Nähe des Hauptbahnhofs hat ein Verein einen Raum von der Deutschen Bahn gemietet und gibt die Bühne regelmäßig für Künstler frei, die (noch) nicht von der großen Gage gelockt werden.

Am Sonnabend spielten dort "Rubber Soul". Die fünf  zumeist nicht mehr ganz taufrischen Musiker spielten vor allem Beatles-Titel - und das mehr als vier Stunden lang. Für 10 Euro Eintritt tauchten die Besucher - hauptsächlich Berliner  - in die Welt der sechziger Jahre ab. Erst wurde mitgeklatscht, dann getanzt und später aus voller Kehle mitgesungen. Alle hatten eine Nacht lang Spaß - vor und auf der Bühne.

Das zeigt mir, dass Berlin vielleicht nicht die vollen Stadtsäckel hat, aber voller Kultur ist. Sicherlich macht das die Stadt so sexy und eben zu "Der Kulturhauptstadt Europas". Doch das immer wieder zu verkünden heißt sicherlich, die sprichwörtlichen Tauben nach (Spree-)Athen zu tragen.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. So viel Lokalpatriotismus am Morgen macht Lust auf eine Berliner Schrippe.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 21.05.2013

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