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Morgengruß von Helmut Harff: Väterrechte

Seit dem 19. Mai 2013 haben unverheiratete Vätern die Möglichkeit, das gemeinsame Sorgerecht für ihr Kind auch dann zu erlangen, wenn die Mutter dem nicht zustimmt. Das man darüber überhaut schreibt, ist - Verzeihung - eine Sauerei. Wie das Gesetz zustande gekommen ist, ist noch skandalöser.

Da mussten erste der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und das Bundesverfassungsgericht den deutschen Politikern die Leviten lesen, bevor die sich bequemten, unverheiratete Vätern das Mitspracherecht einräumten, sich um ihre Kinder auch kümmern zu dürfen. Hallo, wir leben im 21. Jahrhundert.

In einer Radio-Diskussion sagte ein Teilnehmer: "Man stelle sich einmal vor, das wäre umgekehrt und die Frauen müssten das Sorgerecht für ihre Kinder erst einmal beantragen. Der Aufschrei wäre gigantisch". Recht hat der Mann! Das es überhaupt so ein komisches Gesetz gibt, ist schon mehr als skurril. Kinder, da sind sich wohl alle einige, brauchen und haben ein Recht auf Mutter und Vater. Das sollte auch heißen, dass beide leibliche Eltern das Sorgerecht haben.

Nun höre ich schon wieder die Bedenkensträger. Was wenn das Kind Ergebnis einer Vergewaltigung ist? Klar muss es Ausnahmeregeln geben. Wer einen anderen Menschen ermordet ist ja auch dem Opfer gegenüber erbunwürdig. Ich habe eine andere Sorge. Wie gehen wir mit Menschen, wohl zumeist Männern, um, die ihr Sorgerecht nicht wahr nehmen wollen? Was mit Eltern, die sich um ihr mal so in die Welt gesetztes Kind nicht kümmern (wollen)? Sollen wir die dazu zwingen? Kann man jemand dazu zwingen, sich um sein Kind zu kümmern? Gefährdet man dann nicht das Kindeswohl? Hier ist sicherlich erneut der Gesetzgeber gefragt - bitte vor dem nächsten Urteil des Bundesverfassungsgerichtes.

Noch eine Frage beschäftigt mich: Wird das Gesetzt dazu führen, dass es zukünftig weniger "ungewollte" Kinder geben wird? Wird die Einstellung einiger Frauen "Hauptsache ein Kind, der Vater ist mir egal" genauso der Vergangenheit angehören? Schließlich sind sie auf lange Zeit mit dem Erzeuger ihres Kindes verbunden.

Das Gesetz ist sicherlich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Vätern. Aber eben auch nur ein Schritt.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.  Was meinen Sie, sollten Väter gleich automatisch das Sorgerecht erhalten?

 


Veröffentlicht am: 22.05.2013

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