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18.12.2017

 

 

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Post kommt auf leisen Sohlen

Im Berliner Stadtteil Spandau unweit der bekannten Zitadelle stellte die Deutsche Post ihre Elektro-Flotte vor. Der Logistikriese will künftig Briefe sowie Pakete auf „leisen Sohlen“ an den Mann oder an die Frau bringen. Dafür eignen sich Elektrofahrzeuge trefflich.

Weltweit rollen gegenwärtig mehr als 8.500 Post-Fahrzeuge mit umweltfreundlichen Antrieben auf den Straßen. Zudem sind bundesweit um die 6.400 E-Bikes in der Briefzustellung im Einsatz. Bisher unterstützen die Arbeit der Post in Deutschland die elektromotorisch angetriebenen Transporter Iveco Electric Daily und der Vito E-Cell von Mercedes-Benz. Zudem nutzt die Post den Smart eletric drive im Flottenmanagement.

Ohne E-Fahrzeug geht nichts

Christine Reichmann fährt mit einem Vito E-Cell seit Oktober 2010 Briefe und Pakete in Stahnsdorf bei Berlin aus. Sie legt damit täglich etwas mehr als 20 Kilometer zurück. Danach geht es wieder ins Depot. Das Fahrzeug wird dann an der Steckdose aufgeladen und ist wieder voll einsatzfähig. Im Winter, wenn es besonders kalt ist, verbraucht das E-Fahrzeug schon mehr Energie. Aber, das ist woanders ja auch nicht anders. Die junge Frau schwört auf das Elektrofahrzeug und will es nicht mehr missen.

Post ist Vorreiter

Kurt Sigl, Präsident des Bundesverband eMobilität, lobt die teilweise Umstellung des Post-Fuhrparks in hohen Tönen. Auch das ist bemerkenswert: die neuen Elektroautos baut ein mittelständischen Unternehmen aus Aachen. Gemeinsam mit der Firma Streetscooter und der RWTH Aachen wurde ein individuell auf die Bedürfnisse der Post zugeschnittener Prototyp eines elektrisch betriebenen Zustellfahrzeugs entwickelt.
Kleine und mittelständische Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an den verschiedensten Komponenten für den Wachstumsmarkt Elektromobilität. „Allein unsere Mitgliedsunternehmen decken hier eine Bandbreite wegweisender Entwicklungen ab, Wir bauen längst serienreife Komponente und Produkte“, betont Sigl im Gespräch mit „genussmaenner.de“.

StreetScooter

Und jetzt setzt die Post noch einen drauf: sie stellt die Zustellung in Bonn und dem Umland auf Elektrofahrzeuge um. Bis Jahresende soll die Elektrofahrzeugflotte auf 79 Fahrzeuge für die Paketzustellung und die kombinierte Brief- und Paketzustellung aufgebaut sein. Bis 2016 sollen es 141 sein, die dann jährlich über 500 Tonnen CO2 einsparen. Unterstützt wird das Projekt vom Förderprogramm Elektromobilität der Bundesregierung. „Unser Pilotprojekt in Bonn ist weltweit einmalig und kann Vorbild für andere Städte und Regionen werden“, sagte Post-Chef Frank Appel.

Das Unternehmen hat 2011 außerdem damit begonnen, ein eigenes Elektrofahrzeug zu entwickeln. Es wurde zusammen mit der StreetScooter GmbH und Instituten der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen für die Brief- und Paketzustellung gebaut. Der „StreetScooter“ hat eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern (im Postbetrieb max. 80 km). Er ist ideal in der Verbundzustellung – also der Auslieferung von Briefen und Paketen.

200 Stopps und Starts

Die erste Vorserie von 50 Fahrzeugen wird ab Sommer 2013 ausgeliefert. 20 Fahrzeuge werden im Pilotprojekt „CO2-freie Zustellung Bonn“ und weitere 30 bundesweit beim Transport von Briefen und Paketen eingesetzt werden. „Der StreetScooter wurde in verschiedenen Workshops getestet und in puncto Ausstattung, Ladekapazität und Sicherheitsstandards als geeignet befunden“, betont Dr. Jörg Salomon, Vice President Geschäftsbereich Verkehr bei der Post. Er muss bis zu 200 Stopps und Anfahrvorgänge bewältigen und ist bis zu 300 Tage im Jahr im Einsatz. Der Kastenaufbau in robuster und einfacher Bauweise – das Fahrzeug ist insgesamt rund 4,6 Meter lang – bietet genügend Ladevolumen für die Briefe und Pakete und verfügt außerdem über eine Ausstattung, die den Sicherheitsstandards entspricht. Das Fahrzeug fährt bis zu 85 km/h schnell und ist primär für die Zustellung auf dem Land ausgelegt. Es verfügt über eine Leistung von 30/45 kW, die von einer Lithium-Ionen-Batterie und einem Asynchronmotor erzeugt wird. In der Außenabmessung (L/B/H in m) bringt er es auf diese Werte 4,64 / 1,78 / 1,99, er hat ein Volumen von vier m³, die Nutzlast liegt bei  650 kg, sein zulässiges Gesamtgewicht unter 2.000 kg, das Leergewicht beträgt 1.250 kg.

E-Bike

Das E-Bike ist ein Fahrrad mit elektrischer Trittunterstützung. 2012 wurden 1.800 alte E-Bikes der ersten Generation (E-Bike I) gegen neue E-Bikes III ausgetauscht. Die körperlich anstrengende Arbeit der Postboten wird damit erleichtert. Briefzusteller transportieren auf ihren Fahrrädern bis zu 50 Kilogramm Gewicht und legen pro Tour durchschnittlich 15 bis 20 Kilometer zurück.

E-Trike

Das E-Trike ist ein Dreirad mit elektrischer Trittunterstützung. 2012 ergaben mehrmonatige bundesweite Praxistests sehr positive Rückmeldungen. so eine größere Zuladungsmöglichkeit als beim Zustellfahrrad oder eine neue abschließbare fest installierte Gepäckkorbabdeckung, die vor Witterungseinflüssen und Diebstahl schützt. Bis November 2013 werden bundesweit 1.500 E-Trikes ausgeliefert.

Iveco Electric Daily


Seit Anfang 2011 gibt es den Iveco Electric Daily vor allem in der Paketzustellung. Mit einer Reichweite von 90 km sind deren Batterien dimensioniert und werden über Nacht in Post-Depots oder Zustellstützpunkten aufgeladen. Mit dem europaweit ersten 3,5 Tonnen Elektrofahrzeug hat Iveco ein E-Fahrzeug auf der Basis des herkömmlichen Transporters Iveco Daily produziert. In Kürze gibt es den Electric Daily auch in einer 5-Tonnen-Version. Die Motorleistung liegt bei 60 kW, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 70 km/h. Leer wiegt der Wagen 2.730 kg.

Mercedes-Benz Vito E-Cell

Seit Ende 2010 ist der Mercedes-Benz Vito E-Cell in der Brief- und der Verbundzustellung im Einsatz. Der Vito hat eine Reichweite von 130 Kilometern, die Motorleistung beträgt 70 kW, das Fahrzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Die Nutzlast ist mit 755 kg, das Leergewicht mit 2.295 kg angegeben.



Der Smart electric drive ist ein elektromotorisch angetriebener Pkw. In Berlin wird er seit September 2010 im Postbetrieb getestet. Der Elektromotor leistet 30 kW, das zweisitzige Fahrzeug erreicht 100 km/h in der Spitze und kommt auf eine Reichweite von 80 km. Die Ladezeit der Batterie (0 bis 100 Prozent) beträgt acht Stunden.

Text und Fotos: BG

 


Veröffentlicht am: 26.05.2013

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