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Aufgespießt: Reichtum - Staatsfeind Nummer eins

(Helmut Harff / Chefredakteur) Ich dachte immer, dass die Grundlagen des Kapitalismus das Privateigentum (an Produktionsmitteln) und das Streben nach Gewinn ist. Ich dachte auch, dass in unserem Grundgesetz Artikel 14 zu lesen ist "Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet".

Wieso schießen sich dann (fast) alle Politiker auf die Reichen im Lande ein? Wieso ist derzeit Reichtum so verwerflich? Wieso will man denen, die mehr als andere haben, an den finanziellen Kragen? Wieso ist Reichtum fast zu einem Schimpfwort geworden?

Darauf gibt es einfache und weniger einfache Antworten. Klar ist, dass die Schere zwischen den wenigen Superreichen und der "Normalbevölkerung" immer weiter auseinander geht. Doch die Milliardäre kümmert die Anti-Reicheneinstellung sicherlich sehr wenig. Im Fokus stehen auch eher die, die man zu den sehr gut verdienenden, zu den Millionären zählen kann.

Hier sehe ich viel Neid, bei denen, die es nicht zu Reichtum - sei es durch Arbeit, Glück oder Erbschaft - gebracht haben. Wir Nicht-Reichen haben ja nichts gegen Reichtum oder warum spielen Millionen Menschen Lotto. Wir haben nur etwas dagegen, dass andere reicher sind als wir. Dieser Neid lässt sich von der Politik gern instrumentalisieren. Man verkündet populistisch, dass man den Reichen mehr Geld (Steuern) zugunsten der Allgemeinheit abknöpfen möchte. Das bringt Geld in die ständig klammen öffentlichen Kassen. Die Politik muss sich so keine kreativen Gedanken machen, wie man den Staat auf finanzielle gesunde Beine stellen kann.

Allerdings sind die Menschen, die zu dem Reichen im Land gehören alles andere als frei von Schuld. Im schon angesprochenen Grundgesetz-Artikel heißt es nämlich auch: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen". Sehe ich mich im Land um - und ich meine nicht vordergründig Menschen wie Uli Hoeneß - dann haben wir nicht wenige Mitbürger, die sich vom Grundgesetz ziemlich weit entfernt haben. Das macht sauer.

Ich frage mich, wann die Politik hart gegen solche Mitbürger vorgeht, die den Artikel 14 für sich sehr kreativ auslegen. Sollte der Verfassungsschutz nicht all jene ins Visier nehmen, die "vergessen" haben, das im Grundgesetz geregelt ist, dass Eigentum auch eine Verpflichtung darstellt? Schließlich gerieten schon viel harmlosere Menschen ins Visier nicht nur dieser Behörde.

Ich überlege, ob wir nicht eine andere Kultur des Umgangs zwischen Menschen mit eher geringem Einkommen und solchen mit viel Besitz anstreben sollten? So eine Kultur sollte nicht von Neid und Arroganz geprägt sein. Wer das wirtschaftliche Sagen, wer das Geld im Land hat, sollte mal daran denken, welche Art von Menschen das Land und seine Wirtschaft groß gemacht haben. Das waren vor allem solche, die nicht nur ihr eigenes, sondern auch das Gemeinwohl im Sinn (und nicht nur dort) hatten. Andererseits sollten alle anderen daran denken, dass nicht alle Wohlhabenden mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel aufgewachsen sind. Erbrachte Leistungen sollten anerkannt werden. Sie sollten vor allem Ansporn sein, mit viel Kreativität, mit viel Engagement und auch persönlichen Opfern den Aufstieg in die Riege der Wohlhabenden schaffen zu wollen.

Klar kann nicht jeder Milliardär werden. Es ist aber auch keiner von Geburt her dazu ausersehen nicht am gesellschaftliche Wohlstand Teilhabe zu haben.

 


Veröffentlicht am: 27.05.2013

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