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Morgengruß von Helmut Harff: Ungerechte Welt

Ich bin sauer - auf Martin Luther und den Kleinstaaten-Wahnsinn in Deutschland. Während die Menschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sich heute über einen Feiertag - und den folgenden Brückentag - freuen können, müssen wir Menschen im Rest der Republik (es gibt noch regionale Ausnahmen) ganz normal arbeiten.

Was ist das für ein Land, in dem es nicht einmal die Feiertage bundesweit geregelt sind? Wieso haben wir in Berlin die wenigsten und die Bayern die meisten Feiertage? Wenn schon die Gründe, über die nur die wenigsten bescheid wissen, für die Feiertage unterschiedlich sind, so sollten ihre Anzahl überall gleich sein.

Das wir heute im Norden der Republik arbeiten gehen, verdanken wir Martin Luther. Der Reformator äußerte zum heutigen Süd-Feiertag Fronleichnam: "Ich bin keinem Fest mehr feind ... als diesem. Denn es ist das allerschändlichste Fest. An keinem Fest wird Gott und sein Christus mehr gelästert, denn an diesem Tage und sonderlich mit der Prozession. Denn da tut man alle Schmach dem heiligen Sakrament, dass man's nur zum Schauspiel umträgt und eitel Abgötterei damit treibet. Es streitet mit seiner Schmink und erdicht'en Heiligkeit wider Christi Ordnung und Einsetzung. Denn er es nicht befohlen hat also umherumtragen. Darum hütet euch vor solchem Gottesdienst!".

Ach ja, was ist Fronleichnam überhaupt? Bei Wikipedia ist dazu zu lesen: "Fronleichnamsfest, lat. Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi „Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi“, ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. Die Bezeichnung Fronleichnam leitet sich vom mittelhochdeutschen vrône lîcham „des Herren Leib“ ab (vrôn „was den Herrn betrifft“; siehe auch Fron- und lîcham „der Leib“)".

Ob das die meisten Menschen, die heute frei haben, auch wissen? Doch eigentlich ist mir das egal. Ich bin einfach sauer, dass es Menschen in diesem Land gibt, die mehr bezahlte freie Tage haben als andere. Damit rede ich nicht mehr Feiertagen in Berlin oder den anderen nördlichen Bundesländern das Wort. Ich will nur eine Gleichbehandelung aller Bundesbürger. Klar weiß ich, dass Feiertage Ländersache sind. Doch das steht ja nirgendwo in Stein gemeißelt. Ich finde, hier sind Bundestag und Bundesrat, vielleicht auch der Bundesgerichtshof, gefragt.
 
Ich mache mir jetzt mein ganz normales Werktags-Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Sollten Sie heute frei haben, so wünsche ich ihnen einen schönen Kirchenbesuch.

 


Veröffentlicht am: 30.05.2013

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