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Zwei Finger hinterm Rücken gekreuzt...

„Wieder einmal ein Tag der sich nahtlos einreiht in den diesjährigen Sommer. Die Sonne zieht unbeirrt ihre Kreise und seit Mittag steht das Thermometer jenseits der 20 Grad. Seit gefühlten Jahren hat es nicht geregnet und falls Grillen irgendwann olympisch werden sollte, das diesjährige Garten-Trainingslager könnte die Medaillenchancen in ungeahnte Höhen katapultieren. Spätestens zur EM sollte es mir möglich sein, die Aufstellung der Nationalmannschaft fehlerfrei auf die Würstchen zu brutzeln und nebenbei noch taktische Varianten in Bulettenform über den Rost zu schieben...“

Ich klappe das Tagebuch zu und streiche gedankenverloren über den Einband – 2012, was für ein fantastisches Jahr... Mein Blick geht Richtung Fenster. Draußen geht ein Regenguss auf den Asphalt nieder, dass man beinahe Folgeschäden befürchten muss. Oder aber auf das nächste Boot Richtung Stadt warten. Soviel zum Thema „Sommer“. Die Wahl zum Unwort des Jahres dürfte schon früh einen heimlichen Favoriten herauskristallisiert haben...

Aber es wäre leicht jetzt einfach einzustimmen in den Tenor der Stimmungsmacher, mit einem Gesicht wie sieben Tage Sommerwetter – mach ich aber nicht. Möchte mich ja nicht wieder unnötig auf... äh naja, Sie wissen schon.

Ich habe mich inzwischen jedenfalls angepasst. Meine Paradedisziplin in diesem Jahr: Kultur. Bis auf gelegentliche Ausnahmen habe ich meine Aktivitäten nach drinnen verlegt und bin im asphaltierten Freilichtmuseum Berlin vorwiegend überdacht unterwegs. Auch thematisch habe ich mich der Wetterlage angepasst und in erster Linie auf der Suche nach Kuriositäten. *räusper*

Mein bisheriger Favorit: Das Museum der unerhörten Dinge. Welches Museum kann schon einen Geduldsfaden oder Geistesblitz zu seinen Exponaten zählen!? Es sind die skurrilsten Fundstücke, zu denen Künstler Roland Albrecht mit echtem Hintergrundwissen unterhaltsame Geschichten erfindet. 

Fundstücke anderer Art beherbergt das Buchstabenmuseum. So findet man hier all jene bildlichen Sprachfragmente, die der Zahn der Zeit irgendwann aus dem Stadtbild genagt hat. Ein großes U-Bahnhof „U“, die Neonröhrenbuchstaben des Rundfunks der DDR oder aber die Geschichte warum das Hertie-Logo in der Spree versenkt wurde. Unzählige Anekdoten über die Typografie des Alltags.

Ein weiteres Highlight der kuriosen Berliner Kulturlandschaft ist das Museum der Dinge. Im Mittelpunkt steht Design – mit all seinen Extremen. Also nicht primär Ikonen der Designwelt, sondern gerade die Klassiker, die sich ihren Kultstatus hart erarbeiten mussten.

Die begehbare Currywurst-Bude im Currywurst Museum? Von innen gesehen. Der skurrile Charme der Museumswohnung WBS 70 in der Hellersdorfer Platte? Aufgesaugt. Das erste und einzige Ramones Museum der Welt? Hey Ho! Und letzten Sonntag? Ein Date mit Franka Potente...

Ja genau, DIE Franka Potente. Nur leider war eine Kommunikation nicht wirklich möglich. Wie auch, mit einer Wachsfigur? Bisher habe ich einen großen Bogen gemacht um den Ableger „Unter den Linden“, aber der Online-Rabatt auf die Eintrittskarten für Madame Tussauds hier in Berlin war letztendlich Entscheidungshilfe genug.

Einige der Figuren scheinen mehr Karikatur als Abbild der wirklichen Prominenz und auch die Zusammenstellung der illustren Runde scheint mitunter etwas fragwürdig, aber interessant war es trotzdem. Vor allem die Berliner Gesichter und Geschichte. Spätestens bei Walter Ulbricht dürfte das Grinsen beinahe kreisrund werden! Ich sag nur „Niemand hat die Absicht einen Schauer zu errichten“ oder so ähnlich. Und zwei Wachsfinger hinterm Rücken gekreuzt, ungelogen!

 


Veröffentlicht am: 31.05.2013

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