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Aufgespießt: Männer in der Minderheit

(Helmut Harff / Chefredakteur) In den vergangenen Tagen machte die Meldung die Runde, nach der weniger Menschen in Deutschland leben, als allgemein angenommen wurde. Das ergab die Auswertung Volkszählung von 2011, der sogenannte Zensus.

Nun ist mir ziemlich egal, ob es einige Deutsche mehr oder weniger gibt. 80,2 Millionen sind ja auch eine ganze Menge. Was mich stutzig macht ist die Tatsache, dass alle öffentlichen Stellen augenscheinlich davon ausgegangen sind, dass in Deutschland aktuell rund 1,6 Millionen Menschen mehr leben.

Wie kann es im Zeitalter von Internet und Datensammelwut sein, dass man nicht weiß, wie viele Menschen in Deutschland zuhause sind? Ist das so schwer, alle Geburten und Zuwanderungen zu- und alle Todesfälle und Auswanderungen von der vorhandenen Bevölkerungszahl abzuziehen? Da wird nur Daumen mal Zeigerfinger geschätzt, wie viele wir sind?

Warum ist man nicht bei solchen wohl nicht ganz unwichtigen Zahlen permanent in der Lage, diese konkret zu beziffern? Will man das gar nicht so genau wissen? Wer profitiert eigentlich davon, nicht über ständig aktuelle Zahlen zu verfügen? Die Berliner vielleicht. Der Zufluss an finanziellen Mitteln aus dem Länderfinanzausgleich richtet sich ja (auch) nach der Bevölkerungsanzahl. Oh Wunder, wurde nun festgestellt, dass in der Hauptstadt 180.000 Menschen als bisher angenommen wohnen. Der Finanzsenator muss sich wohl auf weniger fremdes Geld einstellen.

Doch das ist ja alles nur halb so schlimm. Wirklich erschreckend ist, dass wir Männer absolut in der Minderheit sind. Es gibt in Deutschland 2 Millionen Frauen mehr als Männer. Wieso jammert da eigentlich jemand über ein angebliches Patriarchat? Wer will da warum Frauenquoten? Hallo, da gibt es 2 Millionen mehr Frauen als Männer und die Frauen schaffen es nicht, alle Machtpositionen zu besetzten. Was ist da los? Können wirklich 39 Millionen Männer 42 Millionen Frauen dominieren? Wenn ja, warum lässt sich die Mehrheit von der Minderheit in der Bevölkerung unterbuttern, wie es gern behauptet wird?

Da es nun amtlich ist, dass wir Männer in der Minderheit sind, müssen wir überlegen, was das für uns Männer bedeutet, wie wir damit umgehen. Für Panik oder populistische Aktionen sehe ich keinen Grund. Allerdings sind die Zensus-Zahlen schon Grund genug für mich, über Frauenfördermaßnahmen gründlich nachzudenken. Vielleicht ist es an der Zeit, mehr für Männer zu tun. Ich denke unter anderem daran, mehr in die Gesundheitsvorsorge für Männer zu investieren. Auch gegen den beruflichen Stress muss mehr unternommen werden. Männer müssen viel mehr Möglichkeiten - vor allem gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeiten - bekommen, Familienmensch, erziehender Vater oder "nur" Hausmann zu sein. Die Zeiten, wo der Mann das Geld nachhause bringt und die Frau sich um die drei "K" - Kinder, Kirche und Küche - kümmert, müssen auch für den Mann endlich vorbei sein.

 


Veröffentlicht am: 03.06.2013

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