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25.05.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Faustkampf

Gestern war es wieder einmal so weit: In der ARD lief Boxen und ich saß gespannt vor dem Fernseher. Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Boxfan. Allerdings nur am Bildschirm. Direkt am Ring habe ich noch keinen Kampf verfolgt.

Warum mich Boxen so fasziniert, weiß ich eigentlich gar nicht. Ich verabscheue normalerweise Gewalt. Ich ging schon als Kind jeder körperlichen Auseinadersetzung aus dem Weg und halte Männer, die ihre Probleme mit ihren Fäusten regeln für zumindest beschränkt.

Dennoch geht für mich vom Boxen im Seilgeviert eine eigenartige Faszination aus. Damit bin ich augenscheinlich nicht allein, wie man an den Einschaltquoten und den zumeist ausverkauften und nicht gerade kleinen Hallen sehen kann.

Ich kann mir dieses Interesse am Profiboxen nur so zu erklären, dass der archaische Kampf Mann gegen Mann mich so fesselt. Es gehört seit Urzeiten zum Mann sein dazu, sich dem Gegner direkt zu stellen. Das galt sowohl für die Jagd, als auch bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Das haben wir bereits von unseren primitiveren Vorfahren so übernommen, das ist tief in uns verwurzelt.

Heute, wo wir uns mit anderen Menschen eher virtuell als körperlich auseinandersetzen, gehören die Boxer zu den letzten, die diesen Kampf Mann gegen Mann noch zelebrieren. Als zivilisierte Menschen haben wir dieser Auseinandersetzung Regeln gegeben. Die machen diese Art von Kampf für uns erträglicher. Allerdings bemängeln, wie auch am gestrigen Sonnabend, nicht nur die Presseleute, dass der Kampf weniger Blut geflossen ist, als in einem früheren Kampf. Blut scheint noch immer die Sahne auf der Box-Suppe zu sein.

Das ist auch nicht wirklich erstaunlich, denn die Sprache des Boxens ist auch die des Krieges, in dem nun mal Blut fließt. Man redet vom Faustkampf, von Gefecht, vom Gegner. Die Trainer fordern ihre Athleten auf, den anderen wahlweise aufs Auge oder die Leber zu boxen. Das geht straffrei nur beim Boxen. Vielleicht ist das auch ein Teil der Faszination am Boxen: Da dürfen zwei Kerle etwas machen, wo für man sonst wegen schwerere und vorsätzlicher Körperverletzung Quartier in einer Strafanstalt nehmen muss. Die sich da verhauen, bekommen dagegen Geld dafür, den Gegner nach allen Regeln der Boxkunst zu verprügeln.

Interessant ist für mich auch, dass Boxen in der Gesellschaft angekommen ist. Sah man vor Jahren in den ersten Reihen vor allem Leute aus dem Rotlichtbereich, so tummeln sich dort heute Schauspieler und andere mehr oder weniger prominente Leute.

Ich gehe jetzt meiner ganz friedlichen Sonntags-Vormittag-Beschäftigung nach: Frühstücken in der Sonne.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und einen wunderschönen Sonntag.

Allen, denen aktuell das Wasser bis zum  Hals steht und allen, die gegen die Hochwasser kämpfen, gilt mein Sonntagsgruß und meine ungeteilte Hochachtung. Sie sind die wirklichen Helden dieser Tage.

 


Veröffentlicht am: 09.06.2013

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