Startseite  

24.05.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Hochwassergesichter

Das die Hochwasser, von denen die meisten Deutschen nur aus den Medien erfahren, schrecklich sind, ist klar. Doch zumeist bleibt es ein mediales Ereignis, weit ab vom eigenen Leben. Man ist weniger vom Wasser direkt, als von Auswirkungen wie Straßen- und Bahnstreckensperrungen betroffen. Das ist unschön, aber es ist nun mal so.

Die Katastrophen entlang von Elbe und den Nebenflüssen wie der Saale, haben seit gestern für mich Gesichter. Ich habe zwei Kolleginnen kennen gelernt, die vom Saale-Hochwasser mehr oder weniger betroffen sind. Eine kommt aus Halle, die andere aus Halle/Saale.

Beide wohnen weiter oberhalb der Saale, sind direkt also nicht betroffen. Die Hallenserin erzählte, dass sie derzeit auf einer Insel inmitten eines großen Sees wohnt. Sie berichtete aber auch davon, dass sie gemeinsam mit vielen anderen Helfern auf einem Platz in Halle noch am Vortag unermüdlich Sandsäcke gefüllt hat. Mit einem Anflug von Humor zeigte sie ihre Bizeps.

Die Kollegin aus Jena war etwas mehr von Hochwasser betroffen. Ihr gerade neu angelegter Garten stand bis zu anderthalb Meter unter Wasser. Doch sie jammerte nicht. Den Garten kann ich schnell wieder auf Vordermann bringen. Andere Menschen, auch Freunde und Verwandte seine viel schlimmer dran. Die benötigen nun Hilfe, so beide Frauen unisono.

Warum ich das erzähle? Weil nun (auch) für mich die Hochwasserkatastrophe ein Gesicht (sorry, eigentlich sind es ja zwei) hat. Katastrophen solchen Ausmaßes wie die aktuelle in Bayern, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen sind sicherlich nicht nur für mich nur schwer zu überblicken und zu erfassen. Klar sieht man die Bilder im Fernsehen. Doch es ist eben weit weg.

Wenn man nicht zum Katastrophen-Touristen werden will, bleibt nur die persönliche Begegnung mit Betroffenen. Wenn einem jemand aus persönlichem Erleben erzählt, wie das Wasser kam, was es anrichtet, wie die Menschen darauf reagieren, was es mit den Menschen macht, dann bekommt man - mir geht es zumindest so - ein ganz eigenes Bild. Mir wurde im Gespräch mit den beiden Kolleginnen so richtig deutlich, was es heißt, von so einer Katastrophe betroffen zu sein.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Dabei werde ich mir überlegen, wie man aus dem trockenen Berlin heraus etwas jenseits von Geldspenden für die Hochwassergeschädigten machen kann.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Haben Sie eine Idee, was wir von genussmaenner.de für die Flutopfer tun können?

 


Veröffentlicht am: 11.06.2013

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit