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23.08.2017

 

 

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Von Hütte zu Hütte: unterwegs auf dem "Granit-Hufeisen"

Wandern ohne Gepäck - ganz "unbeschwert" geht es für Aktive auf dem Höhenweg über die wichtigsten Gipfel des Fichtelgebirges. Unterwegs auf dem "Granit-Hufeisen" von Wunsiedel über Weißenstadt nach Schwarzenbach an der Saale wird das Gepäck von Hütte zu Hütte in die Fichtelgebirgsverein Berghäuser transportiert.

Ausgeschildert mit einem weißen "H" auf rotem Hintergrund führt der Höhenweg auf 50 abwechslungsreichen Kilometern vorbei an typischen Naturdenkmälern wie Gesteinstürmen, Europas größtem Felsenlabyrinth oder der ältesten Naturbühne in Deutschland.

An Tag eins beginnt die Etappen-Tour für die Wanderer in Wunsiedel, der Geburtsstadt Jean Pauls, und führt in Richtung Luisenburg. Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher in das steinige Meer des Felsenlabyrinths. Weiter leiten die rotweißen Markierungen zu den Granittürmen des Großen Habersteins, von wo aus der Blick ins Röslautal schweift. Über den Kleinen Haberstein kommen sie zur Großen Kösseine. Direkt am Gipfel steht das jahrhundertealte Kösseinehaus mit urigem Ulmenbiergarten - hier wartet das Gepäck bereits auf die Aktivurlauber.

Bergab und -auf geht es am nächsten Tag wieder "unbeschwert" über den Gipfel der Hohen Matze und die Girgelhöhle zum Prinzenfelsen, der genau auf dem 50. Breitengrad liegt. Nach einer Rast im Silberhaus erklimmen Wanderer die hohe Platte. Mit Panoramasicht bis hin zum Waldstein erreichen sie nach rund 50 Gehminuten das Seehaus und nehmen hier ihr Hab und Gut wieder in Empfang. Das ehemalige Zechenhaus für den Zinnbergbau liegt mitten im Schneebergmassiv am Westhang des Seehügels über dem Fichtelsee im Tal.

Über den Nußhardt führt der Höhenweg die Wanderer am dritten Tag auf den Schneeberg, der mit seinen 1.051 Metern der höchste Punkt im Fichtelgebirge ist. Vom Backöfele, ein fast hundertjähriger Aussichtsturm aus Eichenstämmen, blicken die Gipfelstürmer über die Baumwipfel in die Ferne. Vorbei an den geschichteten Felsentürmen Drei Brüder und über den Rudolfstein gelangen sie zurück ins Tal in die alte Zinnerbergbaustadt Weißenstadt. Von hier aus geht es weiter in Richtung Großer Waldstein und dem Waldsteinhaus. Unterhalb der einst mächtigen Veste Waldstein und inmitten des Gipfelbereichs mit seinem alten Buchenbestand gelegen, ist es das letzte Quartier auf der gepäckfreien Wanderung.

Auf der vierten und letzten Etappe kommen die Aktiven durch den Hochwald zum Felsgebilde Kleiner Waldstein auf 829 Meter. Beim Abstieg passieren sie das idyllische Kirchendorf Hallerstein, bevor sie am Nordrand des "Fichtelgebirgs-Hufeisens" das Ziel Schwarzenbach an der Saale erreichen.

Für "Höhenwegwanderer" sind drei Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer in den Berghäusern des Fichtelgebirgsvereins inklusive Lunchpaket, Kartenmaterial und Gepäcktransfer ab 129 Euro pro Person buchbar. Optional ist die Unterbringung auch in Hotels und Gasthöfen möglich. Zum 125. Jubiläum des Fichtelgebirgsvereins e.V. und des Klubs Tschechischer Touristen zeigt das Gerätemuseum Bergnersreuth eine Sonderausstellung zum Thema "Wanderbar ohne Grenzen"  bis zum 10. November 2013.

Nähere Informationen bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder auf www.tz-fichtelgebirge.de.

Foto: Ferienregion Fichtelgebirge

 


Veröffentlicht am: 13.06.2013

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