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Flims – Auf den Spuren der Alpenentstehung

Flims Laax Falera, diese drei Orte im Schweizer Kanton Graubünden haben sich in den vergangenen Jahren über die Landesgrenzen hinaus als beliebte Bike-Destination etabliert. Auch Wanderer, Klettersportler und Outdoor-Fans zieht es zunehmend in die Region Flims. Das eigentliche Highlight ist jedoch die eindrucksvolle Naturlandschaft, in der sich die vielen sportlichen und kulturellen Aktivitäten abspielen.

Vor rund 9.500 Jahren brachen zwischen den Bergen Flimserstein und Piz Grisch gigantische Felsmassen ins Tal und schufen eine unvergleichliche Landschaft, zu der auch die beeindruckende Rheinschlucht gehört. Einzigartig ist die Tektonikarena Sardona: Nirgendwo in Europa lassen sich die tektonischen Bewegungen der europäischen und afrikanischen Kontinentalplatten so deutlich bestaunen wie hier. Das sieht die UNESCO genauso: seit 2008 ist sie als Weltnaturerbe gelistet. Naturfreunde können das Welterbe ab diesem Sommer über den neuen Wasser-Wanderweg Trug dil Flem erkunden, der einmalige Einblicke in die Spuren des Bergsturzgebietes erlaubt.

UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona


Der Grund für die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes sind 250 Millionen Jahre alte Verrucanogesteine, die auf nur 35 bis 50 Millionen Jahre alte Flyschgesteine geschoben wurden. Bekannt ist dieses Phänomen als Glarner Hauptüberschiebung, die Geologen aus aller Welt anzieht. Die geologische Tatsache, dass älteres Gestein auf jüngerem liegt, vermag die Magie der Überschiebung aber nur unzulänglich erklären. Zum Welterbe gehören auch die eindrucksvollen Tschingelhörner, die als schroffe Zackenformation in den Himmel ragen. Zwei Mal im Jahr stiehlt ihnen das unterhalb liegende Martinsloch allerdings die Show: Im März und im Oktober bestrahlt die Sonne durch das 19 Meter große Loch für kurze Zeit den Kirchturm des Nachbarortes Elm – ein Erlebnis der besonderen Art. Um das Welterbe zu entdecken, empfiehlt sich Wanderern der Einstieg über den Cassons. Von hier offenbart sich ein einmaliges Panorama: Vom Ortler im Osten bis zum Monterosa im Westen sind an klaren Tagen über 500 Gipfel sichtbar.

Flimser Bergsturz

Der Flimser Bergsturz fand vor 9.480 bis 9.430 Jahren statt. Er ist mit einem Volumen zwischen neun und zwölf Kubikkilometern das größte alpine Bergsturzereignis und weltweit eines der größten derzeit bekannten überhaupt. Die Gesteinsmassen stürzten aus einer Höhe von 2.700 Metern mehr als 1.000 Meter in die Tiefe und begruben das Tal des Vorderrheins zwischen den heutigen Dörfern Castrisch und Reichenau auf einer Fläche von gut 52 Quadratkilometern unter sich. Die Trümmer dieses imposanten Schauspiels türmen sich noch heute weithin sichtbar bis zu 750 Meter hoch auf und zeugen von der Kraft der Naturgewalten, die in Flims gewirkt haben.

Rheinschlucht – Little Swiss Grand Canyon

Die Rheinschlucht zwischen Reichenau und Ilanz gehört zu den wohl spektakulärsten und einzigartigsten Landschaften in den Alpen. Weitläufig auch als Little Swiss Grand Canyon bekannt ist die Schlucht ebenfalls geprägt durch den Flimser Bergsturz: Da der Vorderrhein durch die enormen Gesteinsmassen nicht mehr abfließen konnte, staute sich auf einer Länge von circa 25 Kilometern ein See auf. Mit der Zeit schnitt sich der Fluss tief in das Gestein und der See floss ab. Zurück blieb die Rheinschlucht mit ihren wilden Schluchten und schroffen Felsformationen, die heute zum River Rafting einladen und Kanuten und Wanderer gleichermaßen begeistern. Ein gut begehbarer Wanderweg entlang des Rheins bietet vielseitige Möglichkeiten, um zu grillen, Steinfiguren zu kreieren oder die Füße nach einer langen Wanderung abzukühlen. Rund um die Rheinschlucht bieten verschiedene Aussichtsplattformen, wie am Aussichtpunkt Il Spir, traumhafte Einblicke in den Canyon. Zu Fuß mit der Rhätischen Bahn und dem regionstypischen Postauto lässt sich die Rheinschlucht optimal entdecken.

Trutg dil Flem – Wasser-Wanderweg Flims

Von der Quelle im oberen Segnesboden unterhalb der Tschingelhörner und dem überwältigenden Wasserfall in den unteren Segnesboden bis hinunter nach Flims hat der Fluss Flem landschaftlich einmalige Spuren in das Bergsturzgebiet gezeichnet. Mit dem neu angelegten Wasser-Wanderweg Trutg dil Flem werden diese Naturschauspiele nachhaltig zugänglich gemacht. Auf sieben Kilometern Länge und bis zu 50 Zentimeter Breite führt der Weg über sieben Brücken. Sie wurden geschaffen vom berühmten Bündner Brückenbauer Jürg Conzett und bieten an vielen Stellen Raum zum innehalten, um das Bergpanorama zu genießen und die Natur auf sich wirken zu lassen. Um den Zugang zum Trutg dil Flem auch weniger geübten Wanderern zu ermöglichen, ist er in verschiedene Abschnitte aufgeteilt.

 


Veröffentlicht am: 22.06.2013

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