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Morgengruß von Helmut Harff: Bunter Protest

Überall auf der Welt - zumindest in weiten Teilen - feiern heute Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern ihren Tag. In Deutschland und der Schweiz heißt der Gedenktag an Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street Christopher Street Day (CSD). In Österreich geht man zur Regenbogenparade. In englischsprachigen und romanischen Ländern spricht man vom Gay Pride oder den Pride Parades.

Doch egal wie dieser Tag benannt wird, eines eint die Demonstranten: Der Kampf für ihre Rechte. In Deutschland wurden und werden die Forderungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern von den Gerichten und der Politik Stück für Stück umgesetzt. Allerdings bleibt auch hier noch viel zu tun.

Dabei ist weniger auf gesetzgeberischer Seite, als in den Köpfen der Menschen zu bewegen. Schwule Politiker sind inzwischen Normalität, schwule Fußballer weiterhin ein riesiges Problem. Noch immer müssen sich schwul-lesbische Paare ausführlich erklären, wenn sie beispielsweise Kinder wollen. Da bleibt noch viel Arbeit.

Aber es ist auch ein Grund zum Feiern. Und das tun viele Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern heute in Berlin zum 35. mal am CSD. Unter dem Motto "Keine Sonntagsreden" ziehen Schwule und Lesben durch die Hauptstadt. Doch die "Betroffenen" bleiben schon lange nicht mehr unter sich. Hunderttausende Berliner und Hauptstadtgäste feiern zwischen Kurfürstendamm und Brandenburger Tor - da wo vor wenigen Tagen US-Präsident Obama redete - gemeinsam mit Schwulen und Lesben. Vor einigen Jahren gab es noch viele Berührungsängste. Die Demonstranten fühlten sich beäugt wie die Tiger im Zoo. Da hat sich bis heute viel geändert - wohl auch in den Köpfen der Menschen.

Das ist leider nicht überall selbstverständlich. Ich habe dabei gar nicht die islamischen Staaten oder die Haltung von Papst Franziskus im Blick. Ich meine die Unterdrückung von Schwulen und Lesben in Osteuropa oder die massiven Demonstrationen gegen die sogenannte "Homo-Ehe" in Frankreich. Die gleichgeschlechtlich lebenden Menschen in diesen Ländern haben noch viel dickere Bretter für ihre gesellschaftliche Gleichstellung zu bohren, als die, die heute in Berlin demonstrieren und feiern.

Ich bin begeistert, dass zumindest in Sachen Gleichstellung aller Menschen Deutschland zu den führenden Ländern gehört.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und gehe dann feiern - mit vielen fröhlichen Menschen und einem ernsthaften Hintergrund im Kopf. Ob diesmal ein schwuler Bundesligakicker auf einem der Festwagen auszumachen ist?

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Was meinen Sie, warum wag es kein Profi-Fußballer sich als schwul  zu outen?

 


Veröffentlicht am: 22.06.2013

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