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Aufgespießt: Raucher am Pranger

(Helmut Harff / Chefredakteur) Beobachtet man die Europäische Kommission und die Gesundheitsminister der Eu-Staaten, so kann man denen zumindest partielle Genussfeindlichkeit unterstellen. Ein Vergleich mit den Religionswächtern in streng islamischen Staaten ist vielleicht (noch) etwas übertrieben, aber nicht ganz von der Hand zu weisen.

Hauptgegner der mehr oder weniger selbst ernannten Gesundheits- und Tugendwächter sind die Raucher. Warum gerade die, wird unter anderem damit begründet, dass allein in Deutschland 300 Menschen täglich an den Folgen des Tabak-Konsums sterben (sollen). Das soll auf EU-Ebene Kosten von 25 Milliarden Euro verursachen. Dem stehen allerdings allein in Deutschland Einnahmen aus der Tabaksteuer von 14,1 Milliarden Euro gegenüber.

Aktuell will man Tabak vor allem für junge Menschen unattraktiv machen. Geplant ist ein Verbot von Menthol-Zigaretten - die Altkanzler Helmut Schmidt so gerne raucht und starke Limits für E-Zigaretten. Außerdem sollen großformatige Bilder von krebszersetzten Lungen und anderen, tabakbedingten Krebserkrankungen den Griff zur Zigarette vermiesen. Ob das wirklich eine abschreckende Wirkung hat? Ich befürchte eher, dass irgend ein Verlag kurz nach der Umsetzung dieser Idee Sammelalben für Krebsbilder auf Zigarettenschachteln auf den Markt bringt.

Nun ist es ja möglicherweise lobenswert, die Leute - alles mündige Bürger - davor zu beschützen, früher und möglicherweise auch qualvoller, zu sterben, als ihre nichtrauchenden Mitbürger. Doch wieso ausgerechnet die Raucher? Wieso klebt man nicht auf Flaschen mit Alkohol Bilder von zersetzten Lebern oder Alkoholikern im Delirium? Warum beschließt man nicht, dass im Display eines zu schnell fahrenden Autos Bilder von schweren Verkehrsunfällen eingeblendet werden? Warum müssen Cola- und Chips-Hersteller auf ihre Zuckerbrausen nicht Fotos von überfetten Menschen kleben? Da arbeiten wohl die Lobby-Verbände besser als die der Tabakindustrie? Oder hat die einfach keine Angst um ihre Einnahmen?

Mir fällt noch etwas ein: Wie wäre es, wenn man die Parteien-Plakate zur bevorstehenden Bundestagswahl einen Wahlhinweise wie "Möglicher Verfassungsfeind" aufklebt. Schließlich haben die Verfassungsgericht diverse Beschlüsse von Landesparlamenten und dem Bundestag als mit den Grundgesetz nicht vereinbar eingestuft und den Parlamentariern ihre Arbeit verbal um die Ohren gehauen.

Ich finde, es wird endlich Zeit, dass wir uns als mündige Bürger gegen den genussfeindlichen Regulierungswahn der EU-Bürokratie wehren. Dafür sollten, nein dürfen keine Steuergelder ausgegeben werden. Mein Tipp: Fühlen Sie den Politikern, die gern von ihnen gewählt werden möchten auch auf ihre Genussfeindlichkeit auf den Zahn.

 


Veröffentlicht am: 24.06.2013

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