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Morgengruß von Helmut Harff: Datenklau

Geheimdienste wo und für wen auch immer sie tätig sind, haben alle ein Problem: die Daten. Sie haben das Problem Daten zu sammeln und sie haben das Problem diese dann zu nutzen. Brauchte die DDR-Staatssicherheit noch Unmengen offiziellen, halboffiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern - gern auch Informanten oder Spitzel genannt - so machen heute Mega-Computer diesen Job.

Heute werden immer weniger lebendige "Quellen" abgeschöpft. Dafür sammelt man alles an Daten, die man irgendwie über angezapfte Leitungen erreichen kann. Die Datenmengen, die so auflaufen sind sicherlich gigantisch. Was da läuft, hat uns gerade der Ex-CIA-Mitarbeiter Edward Snowden vor Augen geführt. Was der junge US-Bürger da offen legte, ist sicherlich nur ein Puzzle-Teil. Ich möchte mir nicht wirklich vorstellen, was da in den Geheimdiensten - sicherlich nicht nur in denen der USA und Großbritanniens - noch so läuft.

Doch was bringt es? Klar, die Geheimdienste behaupten, dass sie mit ihrer Datensammelwut diverse Terroranschläge verhindern konnten. Das mag stimmen. Doch vielfach versagen die Geheimdienste. So hatten der BND keine Ahnung davon, dass die DDR die Mauer öffnet, die Amerikaner wussten nur in Ansätzen von dem geplanten Anschlag auf den Boston-Marathon und vom Überfall auf den Präsidentenpalast im Kabul vor wenigen Stunden ahnte man wohl auch nichts.

Warum versagen die Geheimdienste so oft? Gut, der BND - so mein Eindruck - war und ist nicht gerade der beste Geheimdienst der Welt. Aber die Amis? Die haben ein Problem - ihre Datensammelwut. Man stelle ich einmal vor, man will ein 1.000-Teile-Puzzle zusammensetzten. Das ist gar nicht so einfach. Doch was ist, wenn man dafür 10.000 oder eine Millionen Teile dafür zur Verfügung hat? Vielleicht hilft es die Teile zu scannen und dann mit einem entsprechenden Computerprogramm die passenden Teile für das gewünschte Puzzle zusammen zu suchen. Das Problem ist, dass man keine Vorlage hat, nur nach Stichpunkten suchen kann. Das dabei das gewünschte Ergebnis heraus kommt, ist wohl eher ein Zufall.

So geht es - zumindest vermute ich das - den Geheimdiensten. Dieses Zufallsprinzip kann dazu führen, Straftaten zu verhindern. Es kann aber genauso dazu führen, Menschen solcher Straftaten zu verdächtigen, die völlig unbescholten sind.

Noch schwieriger wird es, wenn sich Täter gar nicht per Internet oder Telefon verständigen, sondern einfach miteinander reden oder in anderer Weise kommunizieren. Boten und Brieftauben sind zwar veraltet aber relativ immun gegen die technisierte Datensammelwut. Das zeigen immer wieder die Pannen und die manchmal erschreckende Unwissenheit der Geheimdienste.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Ich wüsste gern, in welcher Datenbank mein heutiger Morgengruß landet.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Haben Sie Angst davor, dass Ihre Daten von Geheimdiensten gesammelt werden?

 


Veröffentlicht am: 25.06.2013

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