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Automobil-News vom 13. Juli 2013

(Michael Weyland) Faurecia, der sechstgrößte Automobilzulieferer der Welt, eröffnet eine Denkfabrik in München. Die Ideenwerkstatt dWorks soll europäische Automobilhersteller bei der Entwicklung innovativer Sitzkonzepte bis hin zur Marktreife unterstützen.  Dr. Olaf Biedermann, Leiter Innovation Europa bei Faurecia Automotive Seating.

Dr. Olaf Biedermann: 
dWorks in München ist die dritte Ideenwerkstatt, die Faurecia Automotive Seating in den letzten Jahren aufgebaut hat. München wurde gewählt vor dem Hintergrund, dass wir hier in München bedeutsame Automobilhersteller, Universitäten und auch eine Reihe von Technologie-Start-ups finden, die wir für unsere Arbeit brauchen!

Neben den beiden Ideenwerkstätten WestWorks in den USA und EastWorks in China beschäftigt sich dWorks nun besonders mit den Wünschen und Erwartungen deutscher und europäischer Automobilkunden.   

Dr. Olaf Biedermann:
dWorks bringt Ingenieure, Marketingleute und Designer zusammen, um neue Produktideen zu generieren. Unser Ziel ist es, wirklich bahnbrechende Ideen für den automotiven Sitzmarkt auf den Weg zu bringen!

Ein Ergebnis einer solchen Ideensuche ist Faurecias Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus der Gesundheitsindustrie, dessen Sensor-Technologie den  Stresspegel von Autofahrern messen kann.

Dr. Olaf Biedermann:
Die Idee dahinter ist, dem Fahrer in Stresssituationen Vorschläge zu machen, um sich zu entspannen oder zum Beispiel auch um die Sitzstellung zu verändern.

Man darf also gespannt sein,  was in Zukunft noch kommen wird aus Faurecias Ideenfabrik in München.  

Können Sie sich vorstellen, dass die Prämie Ihrer Kfz Versicherung davon abhängig ist, wie Sie Autofahren? Das Modell „Pay-as-you-drive“- (PAYD) könnte bei uns in Deutschland durchaus umsetzbar sein.  40 Prozent der befragten Versicherungsnehmer können sich eine Umstellung ihrer Kfz-Versicherung auf ein fahrstilabhängiges System vorstellen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, die die Akzeptanz von Pay-as-you-drive untersucht.   Am ehesten können sich die Befragten klassische Auto-Versicherungsgesellschaften wie die HUK-COBURG als Anbieter einer solchen Versicherung vorstellen. Eine Abschlussbereitschaft bei einem Automobilhersteller ist besonders bei den jungen Führerscheinbesitzern vorstellbar. Immerhin sind ein Viertel der älteren (26%) und sogar 39 Prozent der jüngeren Autofahrer bereit, ihr Smartphone als „e-Box“ zur Erfassung des Fahrverhaltens zu nutzen.  In Deutschland wird dieses System noch kontrovers diskutiert.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter: http://www.was-audio.de/aanews/autonews20130712_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 13.07.2013

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