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Hören statt lesen

Für Puristen und Pessimisten sind Hörbücher zumindest ein Sargnagel für den Untergang der westlichen Kultur. Die Menschen lesen nicht mehr, so die gern geäußerte Prognose. Doch ihre Daherbeter haben nicht Recht.

Das Zeigt ein Blick auf Wikipedia und über 100 Jahre zurück. So entstanden bereits Ende des 19. Jahrhunderts erste Hörbilder, aufgenommen auf Tonwalzen oder Wachsplatten So inszenierte man 1890 unter dem Titel Die Beschießung von Paris ein zwei Minuten langes Hörbild des Deutsch-Französischen Kriegs. Die Aufzeichnung enthielt neben Marschmusik militärische Kommandos und Schlachtengeräusche. Bereits damals gab es Aufnahmen von Spielszenen, kurzen Lesungen oder humoristischen Einlagen. Vom Hörbuch sprach man erstmals 1954. Damals gründete die Deutsche Blindenstudienanstalt die Blindenhörbücherei in Marburg.

Heute sind Hörbücher aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Hörten noch vor Jahren vor allem Kinder ihre Geschichten per Walkman, so gibt es heute (fast) die gesamte Weltliteratur und viele aktuelle Romane und Erzählungen auf CD oder Download im Onlineshop. Das Angebot ist so umfangreich, dass jeder für jede Stimmung "seine" Bücher finden kann und muss. Besonders Hörbücher für den Urlaub sind sehr beliebt.

Namhafte Hörbuch-Sprecher, darunter prominente Schauspieler, sorgen mit Ihren wandelbaren Stimmen dafür, dass fiktive Geschichten, spannende Biografien oder auch interessante Sachbuchzusammenhänge im Kopf des Zuhörers lebendig werden. Ganze Lehrwerke in Hörbuchform werden überdies für lernwillige Schüler, Studenten und Interessierte angeboten.

Hörbücher sind ein idealer Begleiter für Autofahrten. So ist es kein Wunder, dass gerade am Lenkrad die meisten Hörbücher gehört werden. Sie verkürzen ebenfalls lange und nicht immer spannende Reisen zum Urlaubs- oder Arbeitsort. Hörbücher lassen die Hausarbeit weniger stressig erscheinen. Am Strand in der Sonne liegend, kann man ganz entspannt dem Werk seines Lieblingsautoren lauschen.

Auf dem Weg zur Schule, zur Uni oder zu einer Prüfung schnell noch einmal die wichtigsten Dinge hören, erhöht sicherlich die Chancen auf einen stressfreien Tag und gute Noten. Hörbücher eignen sich ebenfalls hervorragend zum Lernen von Sprachen - auch auf der Fahrt ins ferne Urlaubsdomizil.

Wer sich für ein Hörbuch entscheidet, entschiedet sich auch für einen (oder mehrere) Leser. Gefällt die Stimme nicht, gefällt meist auch das Buch nicht wirklich. Doch das ist kein Problem, denn Anbieter wie buecher.de bieten Vorab-Hörproben an. So erfährt der Höher vorab, ob ihm der Lese-Stil des Hörbuch-Sprechers zusagt.

Hörbücher müssen sich heute der Konkurrenz der E-Books stellen. Das können sie getrost, denn E-Books kann man nur dann lesen, wenn man nicht von anderen Tätigkeiten "abgelenkt" wird. Hörbücher haben noch einen Vorteil. Mit ihnen ist man nicht an ein Gerät gebunden, sie sind das Eigentum, können verliehen und verkauft werden.

Hörbücher, dass allen Kulturpessimisten ins Stammbuch geschrieben, sind nicht Schuld am Untergang des Abendlandes. Sie sind auch keine Konkurrenz zum Buch, sondern eine Ergänzung. Hörbücher sind eine andere Form, Literatur zu konsumieren. Wer ein Buch ließt und es dann hört (gern auch umgekehrt) wird schnell merken, dass beides viel Vergnügen macht.

 


Veröffentlicht am: 16.07.2013

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