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Morgengruß von Helmut Harff: Baby, Papst und Merkel

In welchen komischen Land leben wir eigentlich. In 60 Tagen haben wir Bundestagswahl. Bis dahin haben die Parteien noch Zeit, uns davon zu überzeugen, dass sie die Richtigen sind, uns in den kommenden vier Jahren zu regieren. Das sollte ein gefundenes Fressen für alle Journalisten sein - vielleicht mit Ausnahme der, die sich mit dem Thema Genuss beschäftigen. Genuss und Wahlkampf, dass hat soviel miteinander zu tun wie Sterneküche und Billig-Döner.

Doch was passiert in unseren Medien? Da überschlägt man sich in der Berichterstattung über die Geburt eines Babys in London. Was sollen die ständigen Sondersendungen, die Schaltungen vor ein nichtssagendes Krankenhaus in London, nur weil da ein "royales Baby" auf die Welt kam. Das sollte einen Meldung am Ende von Tagesschau und ZDF Heute wert sein. Mehr nicht. Für so eine unsinnige Berichterstattung möchte ich keine GEZ-Gebühren zahlen. Wozu gibt es das Privatfernsehen und die Yellowpress?

Nun geht der Unsinn sicherlich weiter. Papst Franziskus ist in Brasilien und feiert mit vielen Jugendlichen. Schön und gut, aber auch nicht mehr als 1:30 Minuten in den Nachrichtensendungen wert. Wenn schon Berichte über religiöse Ereignisse, wieso dann nicht eine umfangreiche Berichterstattung um den Ramadan, hohe Festtage der Juden oder anderer Religionen?

Doch zurück zu meinen ersten Sätzen: Wir haben Wahlkampf in Deutschland. Da müsste doch genügend Stoff zu Berichterstattung geben. Sind die Medien zu faul, hier tätig zu werden? Haben die Politiker wirklich so wenig zu sagen, dass es nichts zu berichten gibt? Wo bleiben die investigativen Journalisten? Oder ist es so, dass bei politischen Berichten (fast) alle schnell zu einem anderen Sender wechseln? Möglicherweise, zu solchen, auf denen gerade eine Sondersendung zum "royalen Baby" oder zum Thronwechsel in Belgien läuft?

Ich befürchte, da ist über die Jahre eine böse Mischung aus wenig interessierten Zuhörern und Zuschauern auf der einen und es sich einfach (und billig) machenden Medien auf der anderen Seite entstanden. Dabei ist egal, ob erst die Medien immer seichter wurden oder die Mediennutzer es immer seichter wollten. Fakt ist, dass die öffentlich-rechtlichen Medien nicht den Auftrag zur Volksverdummung, sondern zu deren Information und - ja auch dafür - Bildung haben. Die öffentlich-rechtlichen Medien bekommen von uns allen viel, sehr viel Geld. dafür sollen sie ihren Job machen und nicht den privaten Medien nacheifern.

Vielleicht drehen letztere ja mal den Spieß um und machen das, wofür die öffentlich-rechtlichen Medien Milliarden von uns kassieren.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und höre dabei meinen Lieblingssender Deutschlandradio Kultur. Die nehmen ihren Job noch ernst.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Frühstück. Hoffentlich können Sie das bei dem herrlichen Wetter in der Sonne genießen.

 


Veröffentlicht am: 24.07.2013

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