Startseite  

17.08.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Andere Länder, andere Zeichen

(w&p) Augen auf bei der Zeichensprache: In den nächsten Wochen zieht es wieder tausende deutsche Urlauber in die Welt hinaus. Doch im Ausland lauert auch das ein oder andere Fettnäpfchen für Deutsche. Neben unzureichenden Sprachkenntnissen führt vor allem der falsche Einsatz von Gesten und Handzeichen oft zu interkulturellen Missverständnissen.

Beim Online-Portal Wimdu.de können Reisende Privatunterkünfte auf der ganzen Welt buchen und persönliche Begegnungen mit Einheimischen erleben. Damit aus dem Urlaub bei Freunden kein Affront wird, hat das Unternehmen eine Top-Ten-Liste der wichtigsten Handzeichen rund um den Erdball zusammengestellt. Sie hilft nicht nur im Umgang mit dem Gastgeber, sondern generell bei der Begegnung mit Menschen vor Ort.

Hüte dich vor dem Zeigefinger

Ein Fingerzeig ist in unserem Kulturraum etwas ganz Gewöhnliches. In einigen Ländern sollte man ihn jedoch lieber vermeiden. So gilt es in Thailand als echter Fauxpas, auf jemanden zu deuten. In Südafrika wertet man es sogar als Zeichen des Angriffs. Der in Deutschland auf die eigene Person gerichtete Zeigefinger signalisiert, dass man von sich selbst redet. Doch auch diese Geste kann beim Reisen in fremden Ländern für Verwirrung sorgen. So legen Amerikaner lieber die flache Hand auf ihre Brust, wenn sie über sich selbst sprechen. Japaner deuten dagegen mit Zeige- oder Mittelfinger auf ihre Nase.

Lecker, lecker

Auch wie man seinen Appetit zum Ausdruck bringt, unterscheidet sich von Land zu Land. Während Deutsche die Hand mit der virtuellen Gabel zum Mund führen, imitiert der Japaner gerne das Anheben einer Schüssel, die mit der linken nach oben geöffneten Hand geformt und vor den Mund gehalten wird. Mit dem rechten Zeige- und Mittelfinger deutet er zusätzlich zwei Essstäbchen an, die von der Schale zum Mund geführt werden. Südeuropäer und Südamerikaner  richten dagegen ihre aufeinander gedrückten Fingerspitzen in Richtung ihres Mundes.

Der verfängliche Daumen

Das Ausstrecken des dicksten Fingers unserer Hand ganz im Sinne von „Daumen hoch!“ ist hierzulande positiv besetzt und gilt als Zeichen der Zustimmung und des Lobes. Ganz anders in fernen Ländern: Im Orient sollte der Urlauber den Daumen lieber überhaupt nicht strecken, in der Türkei symbolisiert er sogar die Einladung zu sexuellen Praktiken. Wer mit dem Daumen die Zahl „Eins“ anzeigen möchte, dürfte in Asien für Verwirrung sorgen: In Japan steht er für die Zahl „Fünf“, in Indonesien sogar für die „Sechs“.

Von der Bedienung zur Beleidigung

Ein weiteres Zeichen, das zu Missverständnissen in der Zahlenwelt führt, sind ein ausgestreckter Daumen und Zeigefinger: Hierzulande bestellt der Einheimische so zum Beispiel „zwei“ Bier – anders jedoch in Großbritannien, denn dort bekommt man für die zwei Finger lediglich „Eins“. In China bekäme man einen ganzen Kranz, denn dort steht das Zeichen kurioserweise für die „Acht“. Außerdem lässt sich mit der Geste in den USA die Bedienung herbeiwinken. Vorsicht gilt in Japan, dort werden die zwei Finger als Beleidigung interpretiert. Wenn Italiener zusätzlich ihre Hand hin und herdrehen, möchten sie aussagen, dass sie etwas nicht so gut finden.

Ein Fingerkreis auf Abwegen

Wer Zeigefinger und Daumen in Deutschland zu einem Kreis formt, möchte damit sagen, dass er etwas gut findet oder ihm das Essen vorzüglich mundet. Auch in der Tauchersprache bedeutet das Zeichen, dass alles in bester Ordnung ist. Vermeiden sollten Urlauber es jedoch im Süden Europas, in Brasilien oder in Russland: Ähnlich wie das Strecken des Daumens gilt es dort als beleidigend. In Japan ist der Fingerkreis Sinnbild für Geld, der Italiener drückt damit fehlendes Verständnis aus und in Belgien wiederum symbolisiert die Geste eine Null – also, dass etwas wertlos oder nichtig ist.

Zwei Bier oder Victory

Zwei Finger, die ein V bilden: Auch diese Geste übersetzen wir Deutsche gerne mit „bitte noch zwei Bier!“. Bei Japanern darf sie bekanntermaßen auf keinem Urlaubsfoto fehlen, denn sie signalisiert deren Glück und Wohlbefinden in diesem Moment. Für Franzosen bedeutet das V hingegen Victoire – also Sieg. Dies alles gilt, sofern die Handfläche nach außen zeigt. Ist sie nach innen gedreht, ergibt sich ein komplett neuer Katalog an Deutungsmöglichkeiten. Die Zahl „Zwei“ in den USA ist dabei noch die Harmloseste. In Australien, Malta, England oder Neuseeland entspricht die Geste nämlich unserem hiesigen Stinkefinger.

Heavy Metal-Gruß oder betrogener Ehemann

Sehr unterschiedlich sind auch die Deutungsarten, wenn jemand Zeige- und kleinen Finger abspreizt. Im Baltikum und in Südeuropa will die Geste zum Beispiel ausdrücken, dass jemand gehörnt, also betrogen wurde. In den USA heißt das Zeichen aber, dass man jemanden liebt. Dazu sollte allerdings auch der Daumen abgespreizt werden. In Argentinien will man sich mit der Geste eher gegen Unheil wehren und bei uns sowie in den USA bekennen sich Heavy Metal-Fans auf diese Weise zu ihrer Lieblings-Musik.

Kleiner Finger – große Wirkung

Der kleinste unserer Finger bietet ebenfalls sehr viel Spielraum für Interpretation. Auf Bali steht er generell für etwas Schlechtes, Japaner nutzen ihn als Symbol für eine Frau und in Südamerika bedeutet der kleine Finger „dünn“. In vielen Mittelmeer-Ländern steht der kleine Finger eher für ein winziges Geschlechtsorgan des Mannes.

Riechorgan oder Geiz – der versteckte Daumen

Wer den Daumen in seiner geballten Faust versteckt, sollte sich bewusst sein, dass dies je nach Urlaubsland höchst unterschiedlich gedeutet wird. In Deutschland symbolisiert man Kindern damit scherzhaft, dass man ihre Nase geschnappt hat. Einem Brasilianer teilt man auf diese Weise jedoch mit, dass man ihn für einen Geizkragen hält. In der Türkei sollte man dieses Handzeichen grundsätzlich vermeiden – es sei denn, man möchte jemanden sexuell beleidigen.

Viel Spielraum für gewundene Finger


Wer Zeige- und Mittelfinger kreuzt, wünscht dem Gegenüber in Brasilien und Kanada viel Glück. Im Reich der Mitte steht das Symbol dagegen für die Zahl „Zehn“. Ganz anders sieht es in Deutschland, Schweden, in der Schweiz oder in Spanien aus. Denn wer hier hinter seinem Rücken die Finger kreuzt, signalisiert eine vorsätzliche Lüge.

 


Veröffentlicht am: 29.07.2013

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit