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Aufgespießt: Desaster-Bahn

(Helmut Harff / Chefredakteur) Wer mit der Bahn fährt, hat nichts zu erzählen, sondern ist immer häufiger stinksauer. Wie ich darauf komme? Ich schreibe diese Kolumne gerade im Zug von Köln nach Berlin. Der Zug fuhr - das wusste ich zumindest - früher als normal ab Köln ab. Der Grund: Bauarbeiten. O.k., wenn man das vorher weiß, ist das nicht das Problem.

Der Zug fuhr pünktlich ab - das immerhin. Dann kam die Durchsage, dass der Speisewagen geschlossen bleibt und es nur ein eingeschränktes Snack- und Getränkeangebot gibt. In der 1. Klasse sitzend wartete ich nun, dass ein Bahnmitarbeiter meine Bestellung aufnimmt. Auch nach über zwei Stunden ließ sich niemand blicken. Also machte ich mich auf den Weg in die rollende Imbissbude. Die dort tätige Kollegin war sehr freundlich. Auf meine Frage, ob es in der teuren 1. Klasse keinen Service mehr gäbe, verriet sie mir, dass der dafür zuständige Kollege in dieser Angelegenheit schon einmal unterwegs war.

Meine Anregung, bei einem defektem Speisewagen dies doch vor Abfahrt des Zuges den Reisenden mitzuteilen, damit diese sich mit dem nötigsten auf dem Bahnhof versorgen könnten, fand sie gar nicht so schlecht. Allerdings verwies sie darauf, dass auch die im Speisewagen tätigen DB-Mitarbeiter von Defekt ihres Arbeitsplatzes erst erfuhren, als sie diesen in Köln-Hauptbahnhof betraten. Was für ein Arbeitgeber ist die Bahn, die ihren Mitarbeitern einen kaputten Arbeitsplatz aufs Gleis stellt. Ob man dem Lockführer auch erst kurz vor Abfahrt darüber informiert, dass sein Arbeitsgerät gewisse Tücken hat und dann das Signal schnell auf grün stellt?

Der "Spaß" ging jedoch noch weiter. In Hamm erfuhren wir Fahrgäste, dass im Raum Gütersloh bei einem Unwetter die Oberleitung beschädigt wurde (kann passieren) und der Halt in Bielefeld entfällt. Der Zug Richtung Berlin wird nun umgeleitet. Minuten später meldete sich die Lautsprecherstimme erneut und verkündete die "frohe Botschaft", dass wir Berlin mit mindestens 60 Minuten Verspätung erreichen werden. Ob es dabei bleibt? Mal sehen. Ich habe es auch schon erlebt, dass der Lockführer noch Zeit gut machen konnte.

Mein Fazit: Nie wieder einen Cent extra für die 1. Klasse ausgeben und nie wieder auf den Speisewagen verlassen. Vielleicht nehme ich mir zukünftig einen Tauchsieder und eine kleine Microwelle mit. Zumindest der Stromanschluss funktioniert ja.

Ich habe Sie gelangweilt? Sie kennen solche Geschichten? Sie wissen noch viel "bessere"? Das tut mir leid. Ich wollte Ihnen nicht die Zeit stehlen, ich bin ja schließlich nicht von der Deutschen Bahn.

 


Veröffentlicht am: 29.07.2013

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