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18.10.2017

 

 

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Viele Jahre – viele Kilos?

Mit 20 rank und schlank, mit 40 leichter Bauchansatz, mit 60 sichtbares Übergewicht – diese Entwicklung im Laufe des Lebens ist nicht nur typisch, sondern auch von der Natur in gewissem Maße gewollt. Aber die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht dürfen im Alter dennoch nicht unterschätzt werden.

Warum gerade ältere Menschen dazu neigen, ein paar Kilo mehr anzusetzen, und warum nichts dran ist am gängigen Vorurteil, Abnehmen sei nichts für ältere Semester, erklärt Dr. Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung.

74 Prozent der Männer und 63 Prozent der Frauen zwischen 70 und 74 Jahren brachten 2012 zu viel auf die Waage. Warum tendieren wir im Alter vermehrt dazu, Hüftgold anzusetzen?
Dr. Wolfgang Reuter:
Ab dem 40. Lebensjahr nehmen wir leichter zu. Ein Grund dafür: Ab einem gewissen Alter schaltet der Körper auf „Bestandserhaltung“. Dazu fährt er den Stoffwechsel und den Energieverbrauch herunter. Auch der steigende Muskelabbau trägt seinen Teil dazu bei. Wer da nicht mit Sport gegensteuert, findet schnell Fettpolster, wo früher Muskelmasse war. Ein veränderter Hormonhaushalt – besonders bei Frauen – tut dann sein Übriges. Grundsätzlich sind diese Veränderungen normal, weil naturbedingt. Zur Gefahr für die Gesundheit wird das Übergewicht ab einem Body-Mass-Index von 30. Diesen Wert kann jeder selber berechnen: Teilen Sie Ihr Gewicht durch ihre Körpergröße in Metern zum Quadrat. Liegt das Ergebnis um die 30, könnte das möglicherweise zu viel sein. Bei deutlich über 30 sollten Sie auf jeden Fall etwas für Ihre Gesundheit tun.

Viele Senioren glauben, dass sie in ihrem Alter nicht mehr abnehmen können. Stimmt das?
Dr. Wolfgang Reuter:
Nein, das stimmt nicht. Eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind gerade im Alter wichtig und wirksam. Auf Diäten sollten allerdings vor allem ältere Menschen verzichten. Denn Senioren müssen besonders auf eine ausreichende Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen achten. Bei einer Diät besteht die Gefahr, dass die Nährstoffe fehlen und der Körper nicht nur Fett, sondern auch Knochen und Muskeln abbaut. Auch bei Krankheiten wie Osteoporose oder Diabetes sollte man seinen Lebensstil nur behutsam ändern und vorher den Arzt kontaktieren. Erfahrungsgemäß dauert es im Alter oft länger, bis sich das eine oder andere Kilo verabschiedet, aber die Geduld lohnt sich. Wer sich entschieden hat, gesünder zu leben, sollte zunächst die eigenen, seit vielen Jahren praktizierten Essgewohnheiten auf den Prüfstand stellen. Gesund zu essen ist eigentlich nicht schwer. Viel Obst und Gemüse, wenig Fett und Fleisch, einmal pro Woche Fisch, sparsam mit Süßigkeiten und Alkohol: diese Ernährungsregeln gelten für Alt und Jung gleichermaßen. Dazu unbedingt genug trinken und sich ausreichend bewegen.

Welche Art von Bewegung eignet sich denn, wenn man körperlich nicht mehr so leistungsfähig ist?
Dr. Wolfgang Reuter:
Eigentlich kann man in jedem Alter und fast jedem Gesundheitszustand eine passende Art der Bewegung finden. Wer sich viel bewegt, kann seine Kraft und Beweglichkeit auch in hohem Alter noch steigern und nebenbei sein Gewicht reduzieren. Sehr gut geeignet ist zum Beispiel Aqua-Gymnastik, weil sie Knochen und Gelenke schont und die Muskeln aufbaut – ideal bei Osteoporose oder erkrankten Bandscheiben. Aber auch vor echtem Krafttraining sollten ältere Menschen nicht zurückschrecken. Anfänger können hier mit geringen Gewichten einsteigen und sich dann allmählich behutsam steigern. Wer keine Schwimmbäder, Turnhallen und Fitnessstudios mag, kann mit dem täglichen Spaziergang an der frischen Luft auch viel erreichen – gerne auch mal in so flottem Tempo, dass man ins Schwitzen oder außer Atem kommt. Egal welche Sportart nun gefällt, ein vorheriger Test beim Arzt ist sehr zu empfehlen. Der kann am besten beurteilen, wie viel körperliche Aktivität individuell gesund ist.

 


Veröffentlicht am: 07.08.2013

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