Startseite  

29.03.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: (Aber)Glaube

Wie in den vergangenen Tagen schon mehrfach angedeutet, bin ich gerade auf Pressereise im schönen Stubaital in Tirol/Österreich. Bei solchen Reisen wollen die örtlichen Touristiker uns Journalisten die Schönheit und die Besonderheiten der jeweiligen Region präsentieren.
 
Das klinkt, als wenn wir hier Urlaub machen und manchmal hat man auch den Eindruck. Allerdings bekommen wir häufig Dinge zu sehen, an denen der „normale“ Gast vorbei geht. Manchmal geht es auch zu Zielen, die den einen oder anderen Kollegen nicht so interessieren. Gestern Nachmittag war das nicht der Fall. Wir fuhren mit einer der zahlreichen und ganzjährig betriebenen Kabinenbahnen auf einen der wunderschönen Berge. Ziel war die Wallfahrtsort Maria Waldrast.

Der Weg dahin war wunderschön. Auch der Blick auf das noch immer von  Mönchen bewohnte Kloster war beeindruckend. Doch warum haben Menschen vor Jahrhunderten mitten im Wald eine Kirche gebaut? Hier gab und gibt es nichts. So ganz stimmt das nicht, glaubt man den Geschichten, die einem heute erzählt werden.

Einst soll ein Mann mitten im Wald eine Marien-Statur gefunden haben. Da man sich das nicht erkennen konnte, hielt man es für ein Zeichen, für ein Wunder. Wenig später träumte ein Bauer im Tal, dass er für die gefundene Madonna eine Kirche bauen soll. Er machte sich gottesfürchtig an die Arbeit. Das Ergebnis kann man noch heute bestaunen.

Das vor Jahrhunderten die Menschen sich viele Dinge nicht erklären konnten und in vielem ein göttliches Zeichen sahen, ist verständlich. Für mich als Protestanten ist die bis heute anhaltende Marienverehrung und der Glaube an die Wundertätigkeit der Marienstatur  von Maria Waldrast nur schwer nachzuvollziehen. Und doch täglich pilgern Menschen nach Maria Waldrast um für sich und andere Menschen Maria um Hilfe anzuflehen. Ob die kleine Figur von Maria mit dem Kind wirklich hilft? Da habe ich ehrlicherweise meine Zweifel. Und doch, die vielen Dankesbekundungen zeugen davon, dass die Menschen bis heute genau davon überzeugt sind.

Ziel vieler Menschen ist nicht die Kirche, sondern der Brunnen im Innenhof des Klosters. Das Wasser hier soll ein ganz besonderes sein. Es schmeckt sehr gut und eine Tafel gibt darüber Auskunft, dass es ziemlich gesund sein soll. Das glauben viele Stubaitaler und holen sich das Wasser kanisterweise. Wie unsere Begleiter – zwei welterfahrene und glaubwürdige Männer – versicherten, kann man das Wasser einen Monat im Kunststoffkanister in der Küche stehen lassen und es schmeckt noch immer wie frisch aus der Quelle. Das füllten wir unsere Flaschen doch auch noch mit dem köstlichen Nass. Kann ja nichts schaden.

Ob für die ungewöhnliche Haltbarkeit die Marienstatur von Maria Waldrast oder die Natur verantwortlich ist, ist wohl eher eine Frage des Glaubens.

Ich glaube jetzt an mein leckeres Frühstück im Hotel „Almhof“.

Ihnen wünsche ich ein sonniges und genussvolles Frühstück. Woran glauben Sie?

 


Veröffentlicht am: 17.08.2013

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Logo yorxs

 

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| Geld & Genuss
| gentleman today
| Frauenfinanzseite
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit