Startseite  

26.03.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Rumpel-Pumpel

Gehören Sie auch noch zu den Menschen, die sich an alte Gesten erinnern, mit denen man beispielsweise das Fahren eins Zuges oder das Wählen einer Telefonnummer andeutet? Haben Sie auch noch das Geräusch im Ohr, dass ein Zug mit einer Dampflok macht? Können Sie sich noch an das Rattern erinnern, die Telefonwählscheibe macht?

Mein Erinnerungsvermögen wurde in den vergangenen Tagen wieder aktiviert. Ich flog - politisch unkorrekt aber dienstlich notwendig - von Berlin nach Prag. Das ist an sich nichts besonderes. Das wurde es erst, als ich das Flugzeug auf dem Flughafen sah. Die Maschine hatte zwei Propeller. Es war, wie ich später feststellte, eine ATR 42 - in der älteren Ausführung. Ein Gangway suchte man vergebens. Die Stewardess klappe stattdessen eine kleine Treppe aus dem Flugzeug und rein ging es. Ach ja, für das Verladen des Gepäcks brauchten die Männer nicht einmal eine Leiter. Wann hatte ich das letzte Mal so ein Flugzeug betreten? Ich glaube es war vor mehr als 20 Jahren eine IL 18 oder eine AN 24.

Dann ging es los. Es war irgendwie anders, ein wenig wie früher. Die Geräusche waren anders, die Maschine vibrierte anders. Der Flug war auch irgendwie wie eine Zeitreise. Wir flogen deutlich tiefer und vor allem wesentlich langsamer, als mit einer Maschine, die mit Turbinen angetrieben wird. Es war wie in meinen jungen Jahren. Noch mehr an meine ersten Flugerfahrungen wurde ich auf dem Rückflug erinnert. Da sackte der kleine und langsame Flieger schon mal durch, was wie einst mein Magen mit einem kleinen Hüpfer quittierte.

Für einige meiner weitgereisten Kollegen an Bord war ein Flug mit einem Propeller-Flugzeug nicht wirklich etwas aufregendes. Ich empfand es so. So geht es mir auch, wenn ich einmal wieder mit einem Zug fahre, der von einer Dampflok gezogen wird. Wenn dann noch Wagen mit einem offenen Peron angehangen werden, ist mein Nostalgiegefühl voll befriedigt.

Ist man eigentlich alt, wenn man so in Erinnerungen schwelgen kann? Zumindest verfügt man über einen großen Erfahrungsschatz. Ich mag meinen Erfahrungsschatz. Den kann mir keiner nehmen.

Beim Frühstück werde ich jetzt nicht in Erinnerungen schwelgen können, denn die Brötchen, wie ich Sie vor Jahrzehnten genossen habe, gibt es heute nicht mehr. Dafür gibt es heute Müsli!

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntags-Sonnen-Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 25.08.2013

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Logo yorxs

 

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| Geld & Genuss
| gentleman today
| Frauenfinanzseite
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit