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Von wegen Drahtesel! Fahrradtechnik Stand 2014

[pd-f/GuF] Das Fahrrad von heute hat einen hochwertigen (leicht, antrittssteif und komfortabel) Rahmen aus innen wie außen konifizierten Aluminium-Rohren oder ist nach einem präzise definierten Belegeplan aus Carbon laminiert. Natürlich gibt es auch noch Stahlrahmen und eine veritable Titan-Szene.

Geschaltet wird direkt am Lenker oder gar nicht (Singlespeed und Fixie sind hip). Zwischen zwei und 33 Gängen stehen zur Wahl. Sie sind als Getriebe- oder Kettenschaltung konstruiert, auch eine Mischform ist seit Jahren erfolgreich. Allen gemein ist eine präzise Rasterung, die ein schnelles Schalten in jeder Fahrsituation direkt am Lenker erlaubt, zudem gibt es auch automatische und elektronische Systeme.

Die Bremsen am Fahrrad verzögern bei jeder Witterung und mit geringsten Handkräften – per Bowdenzug oder hydraulisch. Die Scheibenbremse ist bei allen Radgattungen auf dem Vormarsch und am Mountainbike Standard.

In Sachen Komfort setzt die Fahrradbranche auf Formschlüssigkeit an den Kontaktstellen (Sattel, Pedale, Lenkergriffe) und bietet eine Vielzahl unterschiedlich geformter Sättel und Griffe. Sättel werden aus Leder, Kunststoff oder Carbon gefertigt. An den Gestellen kommt aus Gewichts- und Komfortgründen gerne auch Titan zum Einsatz. Am Pedal arbeiten Systeme, die wie Ski-Bindungen funktionieren. Unterschiedlichste Lenkerformen bringen die Griffe in die gewünschte Position. Lenker – wie Sattelstützen auch – sind in der Regel aus hochwertigem Aluminium oder Carbon gefertigt. Für Mountainbikes gibt es auch Sattelstützen, die sich für besseres Handling im Gelände per Hebel am Lenker versenken lassen.

Mehr Komfort und Sicherheit erhält das Fahrrad durch eine Federung. Diese ist in Form von Federgabeln und -stützen, sowie gefederter Rahmenhinterbauten anzutreffen. Die federnden Elemente sind je nach System Luft, Stahl oder Öl. Die Federung kann oft vom Lenker aus blockiert werden, mitunter gibt es auch Systeme, die automatisch (elektronisch) gesteuert werden.

Die Laufräder des Fahrrades sind exakt aufeinander angestimmte Systeme aus Naben, Felgen und Speichen. Carbon und Aluminium bestimmen den Markt. Alu-Felgen für den Betrieb mit Felgenbremsen haben Verschleißindikatoren und für den Scheibenbremsenbetrieb gibt es optimierte (leichtere) Felgen, die gänzlich ohne Bremsflanke auskommen. Am Fahrrad kommen Felgen zwischen 12 und 28 Zoll zum Einsatz, meist in Bezug auf Körpergröße oder Einsatzzweck ausgewählt. Insbesondere beim Mountainbike sind die Standards gerade in Bewegung: 26, 27,5 und 29 Zoll bringen sich in den Gattungen in Stellung.

Die Reifen am Fahrrad sind zwischen 1,8 und 12 cm breit; das Profil reicht vom blanken Slick über gemäßigte Alltagsprofile bis zur Geländewalze. Auch Spike-Modelle sind im Angebot – und legal. Ein moderner Reifen besteht aus mehreren Gummimischungen, ist faltbar, kann mit Dichtmilch gänzlich ohne Schlauch gefahren werden und vereint offensichtliche gegensätzliche Eigenschaften wie geringes Gewicht und hohe Pannensicherheit oder gute Traktion und geringen Rollwiderstand. Sogenannte „unplattbare Reifen“ sorgen auch bei Scherben und ähnlichem für eine pannenfreie Fahrt.

Ein gutes Fahrrad hat Licht. Es verfügt über eine Lichtanlage mit Nabendynamo, LED-Front- und -Heckleuchte. Die Lichtanlage schaltet sich sensorgesteuert automatisch an, bietet ein Tagfahr- und Standlicht, sowie eine Bodenausleuchtung, die sich an der Fahrgeschwindigkeit orientiert. Ihre effektive Lichtausbeute übersteigt die gesetzlichen Vorgaben um ein Vielfaches. Dass sich Handy & Co. via USB-Schnittstelle während der Fahrt laden lassen, ist bei hochwertigen Anlagen zusehends Standard. Aufblendfunktion und Steuerung am Lenker zeichnen die Luxus-Modelle aus.

Neben der Beinkraft kommen zunehmend auch Motoren zum Einsatz. Als E-Bike oder Pedelec ist das Fahrrad mit über einer Million Einheiten auf deutschen Straßen die führende Elektromobilität. E-Bikes gibt es in jeder Bauform: Citybike, Trekkingrad, Rennrad, Mountainbike, Liegerad, Faltrad, Tandem und Transportrad.

Neben einem funktionalen Rad verlangen Radfahrer auch nach eine Reihe an Zubehör. Fahrradschlösser sind von der einfachen Wegfahrsperre bis zum Level „unknackbar“ erhältlich. Taschen sind wasserdicht, lassen sich an Trägern oder Rahmen montieren, Rucksäcke werden für unterschiedlichste Einsatzzwecke angeboten. Ähnlich wie bei Helmen gibt es geschlechtsspezifische Modelle und eine große Auswahl an Farben, Formen und Größen. Radhelme sind mitunter aus recycle-fähigen Materialien wie Pappe herstellt. Integrierte Sonnenbrillen-Visiere lassen sich mit einem Handgriff aus- und einfahren. Statt zum Helm kann der sicherheits- und stilbewusste Velofahrer auch zum Radler-Airbag in Form eines dezenten Schals greifen. Bei der Bekleidung muss sich der Radfahrer 2014 keinesfalls zwischen Funktion oder Fashion entscheiden: Regenhosen gibt es in legerer Jeansoptik und auch die Radschuhe kommen direkt vom Laufsteg aus Italien.

Überall sieht man: Individualität ist Trumpf. Deshalb bieten Radhersteller auch umfassende Konfiguratoren an, diese erlauben, das Rad in Bezug auf Einsatzzweck, Ergonomie, Budget und Stil exakt den eigenen Wünschen entsprechend zusammenzustellen.

Ein gutes Fahrrad kostet mindestens 500 Euro, darunter gibt es nur Spielzeuge … für kleine oder große Kinder. Nach oben gibt es – wie so oft – keine Grenzen. Ab 2.000 Euro Kaufpreis sind die Übergänge zur Liebhaberei fließend. Noch ein Wort zum Gewicht: Die leichtesten Serien-Rennräder wiegen unter sechs Kilogramm, großzügig ausgestattete E-Bikes, Lastenräder oder Tandems können auch schon mal bis 30 Kilogramm wiegen.

Übrigens: Fahrräder werden – je hochwertiger, desto häufiger – im Fachhandel gekauft. Entgegen des allgemeinen Trends legt der stationäre Einzelhandel beim Fahrrad stetig Marktanteile zu. Die „Grüne Wiese“ verliert an Relevanz und die Tendenz des Onlinehandels ist zwar positiv, allerdings weit weniger dynamisch als in anderen Branchen.

Foto:
www.pd-f.de / koga.com

 


Veröffentlicht am: 27.08.2013

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