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modell-hobby-spiel: Spieleneuheiten erblicken das Licht der Welt

Brettspiele sind in Deutschland Kulturgut. Mehr als 36 Millionen Menschen greifen laut Statistischem Bundesamt zu Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, Monopoly und Co. Doch nicht nur die Klassiker sind beliebt. Auch neue Spielideen finden viele Anhänger – einige sogar, bevor sie überhaupt im Laden zu finden sind.

Crowdfunding heißt der Trend, bei dem Fans ein Projekt finanziell unterstützen, damit es verwirklicht werden kann. Schon auf der modell-hobby-spiel 2012 präsentierte sich die Spieleschmiede – Deutschlands erste Crowdfunding-Plattform allein für Gesellschaftsspiele – mit ihrem ersten Projekt.

Das Prinzip des Crowdfundings ist schon aus Kindheitstagen bekannt: Marie wünscht sich zu ihrem Geburtstag nichts sehnlichster als ein Klavier; für ihre Eltern allein ein zu teures Geschenk. Doch Maries Traum muss damit nicht vorbei sein: Schnell Oma und Opa, Tante und Onkel und vielen mehr vom Wunsch erzählt, Geld gesammelt und so gibt’s das Klavier zum Geburtstag. Zum Dank spielt Marie ein kleines Wohnzimmerkonzert. Das, was schon in Kindheitstagen funktionierte, nennt sich im Großen Crowdfunding oder auch Schwarmfinanzierung. Die Schwarmfinanzierung wird in Deutschland seit 2011 vor allem bei kreativen und gesellschaftlichen Projekten wie Filmen, Musikaufnahmen oder Events angewandt – und auch in der Brettspieleszene.

Till Meyer ist ein Crowdfunding-Pionier. Im Oktober 2012 stellte der Spieleautor auf der modell-hobby-spiel seinen Prototypen „Bankraub“ vor und präsentierte damit eines der ersten Projekte der Spieleschmiede, einer Crowdfundingplattform für Gesellschaftsspiele – betrieben vom Onlineshop Spiele-Offensive.de. Bankraub stieß auf großes Interesse beim Publikum.
Wenige Tage danach fiel auch der Startschuss für die Gemeinschaftsfinanzierung. „Wir brauchten mindestens 18.000 Euro, um das
Projekt auf die Beine zu stellen“
, erklärt Till Meyer. „Nur drei Monate später hatten wir bereits 29.000 Euro zusammen. Das ist auch den zahlreichen interessierten Besuchern auf der modell-hobby-spiel zu verdanken.“ Seit April 2013 ist Bankraub im Handel erhältlich. Die Crowdfunding-Förderer erhielten als Dank für die Unterstützung eine Sonderedition des Spiels mit exklusiven Erweiterungen.

Crowdfunding ist längst kein Nischenthema mehr. Diese spezielle Art der Projektfinanzierung verzeichnet inzwischen enorme Umsätze. Rund zwei Milliarden Euro seien 2012 mit Crowdfunding weltweit zusammengekommen, so eine Schätzung der Unternehmensberatung massolution, 81 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Erfolg des Crowdfundings? Schon mit kleinen Beträgen kann man ein Projekt zur Umsetzung bringen. Denn: Die Masse macht’s. Begeistern sich viele Menschen für ein Produkt, kann es erfolgreich realisiert werden. Soziale Netzwerke tragen einen entscheidenden Teil dazu bei: Hier kann man Ideen verbreiten, Gleichgesinnte treffen, sie für das eigene Projekt begeistern und damit die notwendigen finanziellen Mittel bekommen.

Das eigene Gesicht auf der Spielverpackung – Crowdfunding macht’s möglich

Crowdfunding ist keine klassische Spende. Für den finanziellen Einsatz erhält jeder eine Belohnung: Wird beispielsweise eine junge Band unterstützt, bekommt man eine kostenfreie CD. Geben Fans eines Handballvereins Geld zu einem Set Trainingsbälle hinzu, ist das Bier beim nächsten Turnier inklusive. Und beim Gesellschaftsspiel? Für die Crowdfunder gibt es im Gegenwert meist das Spiel selbst. Bei höheren Spendenbeiträgen winken exklusive Belohnungen, die das Herz jedes Spielefans höher schlagen lassen.

„Wir geben einen Mindestfördersumme  für jedes Spiel an. Diese muss zusammenkommen, damit das Spiel überhaupt produziert werden kann. Wird mehr Geld gesammelt, können Erweiterungen und neue Spielfiguren entwickelt oder Spielmaterialien aufwändiger gestaltet werden“, erklärt Frank Noack, Geschäftsführer der Spieleschmiede. „Wer einen höheren Beitrag leistet, kann sogar mal auf der Spieleverpackung oder dem Materialverewigt werden.“ Sollte übrigens die Grundsumme einmal nicht zusammenkommen, erhalten alle Unterstützer ihr Geld zurück.

Bei der Umsetzung von Projekten arbeitet die Spieleschmiede mit erfahrenen Spieleautoren und Verlagen zusammen. „Es ist gar nicht so einfach ein gutes Spiel zu entwickeln, welches auch funktioniert“, erklärt Noack. „Da wir die Unterstützer nicht enttäuschen und ihnen zugleich rechtliche Sicherheit bieten wollen, ist uns die professionelle Zusammenarbeit mit erfahrenen
Spielredakteuren und Verlagen wichtig.“
Die Kritik, Verlage würden sich damit aus der finanziellen Verantwortung ziehen, weist Noack zurück. „Wir fördern damit Spiele, die vielleicht etwas komplexer oder aufwändiger sind und den Weg über die normale Verlagsbahn nicht finden würden. Das wäre aber ein arger Verlust für die Spielewelt.“

modell-hobby-spiel als Startbrett für neue Spieleideen

Insgesamt neun Projekte hat die Spieleschmiede inzwischen auf den Weg gebracht und damit mehr als 180.000 Euro eingespielt. Zur modell-hobby-spiel 2013 soll wieder ein neues Projekt vorgestellt werden. Es ist das zweite Crowdfunding-Spiel von Till Meyer: „Willkommen auf Allofall“. Hier schlagen sich die Spieler durch den Dschungel, die Berglandschaft und die Wüste des fremden Platen Allofalls. Sie begegnen freundlich gesinnten Planetenbewohnern, gefährlichen Kreaturen und depressiven Aliens. Das skurrile Science-Fiction-Spiel beinhaltet zahlreiche Anspielungen auf alte Sci-Fi Serien, Filme und Bücher.

Außerdem können Besucher der modell-hobby-spiel die Spiele ausprobieren, welche es dank Crowdfunding schon in die Regale der Spieleläden geschafft haben. „Die modell-hobby-spiel ist ideal, um Spiele einem breiten Publikum vorzustellen“, resümiert Noack. „Wir treffen dort Intensiv-Spieler aber auch das breite Publikum.“ Annette Schmeier, Projektdirektorin der modell-hobby-spiel ergänzt: „Wir freuen uns, mit der Spiele-Offensive.de und ihrer Spieleschmiede einen innovativen Partner in Leipzig begrüßen zu dürfen. Projekte, wie diese sichern die Vielfalt und Kreativität auf dem Spielemarkt. Als größte Publikumsmesse für den Bereich Spiel in den Neuen Bundesländern ist uns genau das ein wichtiges Anliegen.“

 


Veröffentlicht am: 28.08.2013

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