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Hausmittel bei Zahnschmerzen

Litten Seeleute früher auf ihren monatelangen Überfahrten unter quälenden Zahnschmerzen, sahen sie als letzten Ausweg mitunter nur den Sprung ins offene Meer – so sagt es die Legende. Dank moderner Zahnmedizin kommt es dazu heute glücklicherweise nicht mehr, dennoch bleibt eines bestehen: Besonders plötzlich auftretende Zahnschmerzen stellen wahre Qualen dar.

„Wer darunter leidet, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, denn in der Regel handelt es sich um Warnsignale, die etwa auf eine Entzündung hinweisen“, weiß Dr. Uwe Hildebrand, MSc, Spezialist für Parodontologie und  leitender Zahnarzt der Zahnarztpraxis Oppspring. „Doch ist dies nicht umgehend möglich, gibt es verschiedene Tipps und Hausmittel, um die Zeit bis dahin zu überbrücken und die Schmerzen zumindest zeitweise einzudämmen.“

Kaltes Wunder

Meist führen Infektionen, die sich im Zahn aufgrund eines Bakterienbefalls bilden, zu Beschwerden. In diesem Fall helfen vorerst kalte Kompressen. Einfach Eis in einen Frischhalte- oder Gefrierbeutel füllen, mit einem sauberen Geschirrtuch einschlagen und von außen auf den schmerzenden Bereich legen. Kühlung reduziert die Entzündung und der Schmerz lässt zumindest zeitweise nach. Hier gilt: „Viel hilft hier aber nicht viel“, warnt Dr. Hildebrand. „Wer etwa die Eispackung ohne Stoff als Puffer auf die Wange legt, riskiert eine Unterkühlung.“ In der Folge schießt mehr Blut in das entzündete Gebiet ein, wodurch sich die Schmerzen noch verstärken.

Natürliche Helfer

Auch in ihrer Pflanzenwelt hält die Natur so einige Zutaten für bewährte Hausmittel gegen Zahnschmerzen bereit. Viele Menschen vertrauen etwa auf Gewürznelken. Um Beschwerden zu lindern, diese möglichst nah an die betroffene Stelle führen und dort mit den Zähnen zerkleinern. Ätherische Öle, die durch das Zerkauen freigesetzt werden, lindern oft die Beschwerden vor allem, wenn kariöse Stellen oder heraus gefallenen Füllungen die Ursache sind. Ähnlich wie die Gewürznelke hilft Rosmarin bei Schleimhautentzündungen. Denn die getrockneten Blätter enthalten ebenfalls Substanzen, die Keime im Mund abtöten und infolgedessen die Leiden lindern können.

Als hilfreich gelten außerdem Mundspülungen mit Salbei- oder Kamillentee, da beide Kräuter antibakteriell wirken. Um einen stärkeren Effekt zu erzielen, hilft es bei Entzündungen, Salbeiblätter direkt auf die betroffene Stelle zu legen. „Generell sollten Betroffene beachten, dass Hausmittel Schmerzen bestenfalls zeitweise lindern, das Problem aber sprichwörtlich nicht an der Wurzel packen, sondern nur vertagen“, rät Dr. Hildebrand. „Denn nur ein Zahnarzt kann nach eingehender Untersuchung eine Ursache für die Beschwerden ausmachen und dann gegebenenfalls weitere Maßnahmen einleiten.“

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.zahnarztpraxis-oppspring.de.

Quelle/Foto: Zahnarztpraxis Oppspring, christian alex/pixelio.de

 


Veröffentlicht am: 29.08.2013

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