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Morgengruß von Helmut Harff: Verbotene Waffen

In den vergangenen Tagen hörte ich immer wieder von "verbotenen Waffen". Dabei ging es nicht um den Wahlkampf in Deutschland. Hier bewerfen sich die Parteien höchstens mit Wattebällchen. Von "verboten Waffen" ist jetzt im Zusammenhang mit Syrien die Rede. Gemeint ist Giftgas, dass irgend eine der Bürgerkriegsparteien gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt hat. Ein abscheuliches Verbrechen.

Genauso abscheulich und menschenverachtend ist es für mich, überhaupt zwischen "erlaubten" und "verbotenen Waffen" zu unterscheiden. Ich glaube, den Tausenden Toten in Syrien ist es ziemlich egal, ob man sie mit "erlaubten" oder "verbotenen Waffen" ermordet hat. Waffen töten, egal ob es sich um eine Machete, ein Sturmgewehr, eine Mine, eine Mörsergranate, eine Bombe oder eben Giftgas handelt.

Wie pervers ist es, zwischen "erlaubten" und "verbotenen Waffen" zu unterscheiden? Welches krankes Hirn denkt sich so etwas aus? Was denkt sich der Friedensnobelpreisträger und oberster Kriegherr der USA Barack Obama, wenn er den Einsatz von "verbotenen Waffen" kritisiert, aber mit seinem ganzen anderen Arsenal deren verdammungswürdigen Einsatz bestrafen will? Auge um Auge, Zahn um Zahn - so scheint sein einfaches Weltbild gestrickt zu sein. Wenn wir alle diese Ansicht folgen, dann ist die Menschheit bald blind und zahnlos.

Doch vor der eigenen Blindheit hat man im Westen wohl doch Angst. Wie sonst kann es sein, dass es diesmal keine Allianz der Willigen für ein militärisches Eingreifen in Syrien gibt. Da ist nicht nur die Angst vor einem neuen militärischen Konflikt, dessen Ausgang - ähnlich wie in Afghanistan - nicht absehbar ist. Wie am Hindukusch geht es auch in Syrien um Öl. Diese "Waffe" einzusetzen traut sich Baschar al-Assad (noch) nicht. Dann würde er aus Sicht des Westens nämlich wirklich eine verbotene Waffe einsetzten. Die Folge: Der Westen würde alle "erlaubten Waffen" gegen Syrien einsetzten. Aber wohl erst dann.

Mir zeigt das hin und her um einen Militärschlag gegen Syrien aber auch, dass Staaten oder Diktatoren sich relativ sicher vor solchen Aktionen sein können, um so höher sie gerüstet sind. Man sehe sich den Iran oder Nordkorea an. Das ist sicherlich ein Ansporn für viele Machthaber, sich eine möglichst schlagkräftige Armee zuzulegen. Der Westen liefert ja gern "erlaubte Waffen". Den "Rest" bekommt schon ein Chemiestudent hin.

Noch eines treibt mich um: Wenn der Westen so vehement gegen "verbotene Waffen" polemisiert, wieso schaffen diese Länder ihre nicht vollständig ab und sorgen vor allem dafür, dass solche Waffen nicht mehr produziert werden. Das wäre ein toller Job für einen Friedensnobelpreisträger.

So, nun habe ich meinen Herzen mal wieder Luft gemacht. Jetzt kann ich frühstücken

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück, auch wenn sich die Sonne eine Pause gönnt.

 


Veröffentlicht am: 31.08.2013

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