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Morgengruß von Helmut Harff: Billiges Geld

Die Zinsen sind niedrig wie nie. Das gilt vor allem für die, welche die Bank für Guthaben zahlt. Für die, die noch immer zur Mehrheit jener Deutschen gehört, die ihr Geld auf die Bank bringen, ist dieser Satz ein Schlag ins Gesicht. Die meisten spüren ihn nicht. Das ist, als ob ein Wasserhahn Tag für Tag tropft. Na und, denken viele, dafür rufe ich  doch keinen Klempner. Der ist doch viel zu teuer. Die wundern sich, wie die nächste Abrechnung vom Wasserwerk ausfällt.

Noch dramatischer ist es für diejenigen, die Ihr Geld auf die Bank bringen. Das wird dort Monat für Monat weniger. Warum, fragen Sie? Ganz einfach. Die Zinsen, die Sie derzeit bekommen, sind niedriger, als die Inflationsrate. Sie werden Stück für Stück ärmer, obwohl die reinen Zahlen auf dem Kontoauszug ganz langsam wachsen. Wenn man das 20 Jahre macht, bekommt man für sein Geld deutlich weniger als heute. Das betrifft übrigens nicht nur jene, die ihr Geld auf die Bank tragen. Betroffen von der schleichenden Enteignung sind diejenigen, die ihr Geld beispielsweise in kapitalbildende Lebensversicherungen oder ähnlich geartete Altersvorsorgeprodukte stecken.

Andererseits sind auch die Zinsen für Kredite etwas unter Druck geraten. Davon profitieren alle, die auf Pump kaufen. Das sind nicht nur jene, die so ihren neuen Fernseher oder das neue Auto finanzieren. Das sind vor allem jene, die in Immobilien (nicht unbedingt der eigen genutzten), in Firmen oder ähnliches investieren. Wer viel Geld hat, der bringt es nicht auf die Bank. Er gründet lieber eine. Brecht lässt grüßen.

Was ist nun mit jenen, die von der Hand in en Mund leben müssen? Denen kann das völlig egal sein. Sie haben einfach kein Geld, dass sie auf die Bank tragen oder in Altersvorsorge investieren können. Sie bekommen auch kaum etwas auf Kredit zu kaufen.

Was sagt uns das? Vor allem der sogenannte Mittelstand - und das dürfte dei Mehrzahl der Deutschen sein - werden "dank" der niedrigen Zinsen ganz legal und kaum merklich enteignet. Komisch, dass sich darüber kaum jemand aufregt, obwohl er jährlich bis zu 2 Prozent seines Vermögens verliert. Was würden die Leute machen, wenn man ihnen das per Kontoauszug immer mitteilen würde?

Ich habe mal darauf geachtet, ob eine der relevanten Parteien etwas dazu in ihrem Wahlprogramm hat. Ich habe nichts gefunden. Das wäre doch etwas für die bürgerlichen Parteien von FDP über CDU/CSU, SPD bis hin zu den Grünen. Die wollen doch alle die Wähler der Mitte - und das ist nun mal der Mittelstand.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Vielleicht sollte ich meine Brötchen zukünftig per Kredit finanzieren. Dann kann ich mir auch später noch welche leisten.

Ihnen wünsche ich auch heute ein genussvolle Frühstück. Wo haben Sie Ihr Geld deponiert?

 


Veröffentlicht am: 18.09.2013

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