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24.09.2017

 

 

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Der Hering ist los


Es ist dem Hering zu verdanken, dass die Region Nord-Pas de Calais der großen Hungersnot, die Europa bis ins 19. Jahrhundert bedrohte, entkommen konnte. In schlechten Zeiten wurde er hoch gehandelt und diente der armen Bevölkerung als Zahlungsmittel. Und bis in die 1950er Jahre sorgte der hochwertige Speisefisch für Glanz & Gloria im Hafen von Boulogne-sur-Mer und auch in Etaples bescherte er zahlreichen Fischern und Händlern Reichtum und Wohlstand. Er war der „Königsfisch par excellence“.

Verständlich, dass er in Nordfrankreich bis heute als Held gefeiert wird… und in allen Facetten verschlungen wird. Der Monat November steht ganz im Zeichen des Herings: Es ist die Zeit, zu der der Hering massenweise in die Netze der Hochseefischer und somit an die Küste wandert. Und den ersten Fang der Saison wissen die Bewohner Nordfrankreichs gebührend zu feiern.

Es lebe der Hering

Mit zwei großen Volksfesten wird der Hering bis heute geehrt. Am Wochenende 9. /10. November feiert Etaples-sur-Mer das 21. Fest des „König Hering“. Gegrillt oder geräuchert und auch zu schwarzem Kaffee oder Glühwein kommt der Hering auf den Festtisch. Tausende Besucher scharen sich am Hafen von Etaples um Feuerstellen und genießen den hochwertigen Speisefisch in allen Variationen, begleitet von Seemannsgesang und buntem Treiben. Verschiedene Stände unterhalten mit traditionellen Gesellschaftsspielen, alten Berufen und maritimem Vermächtnis.

Der bekannte Fischerort Boulogne-sur-Mer lädt am letzten November-Wochenende, dieses Jahr 23.-24.11., zum Heringsfest ein. Der hochwertige Speisefisch hat dem Ort großen wirtschaftlichen Erfolg beschert, bis heute ist Boulogne-sur-Mer mit der größten europäischen Fischräucherei ohnehin kaum von der Fischerei zu trennen. Bei einem Bummel am Hafen kann man den Seeleuten bei der Arbeit zusehen und das am besten bei einem frischen Heringbrot und einem Glas neuen Beaujolais während der fête du hareng (Heringfest)…

Ausstellung zum „Volksfisch“


Seit Jahrhunderten wird er gefischt, präpariert, konsumiert und vor allen Dingen vom Volk geschätzt. Seit dem 16. Jahrhundert stiehlt zwar der Dorsch dem Hering immer mehr die Schau, aber für die nordfranzösische Bevölkerung ist und bleibt der Hering der Held. Er war es, der in schlechten Zeiten die Leute vor dem Hungertod rettete. Wie sehr der Hering für Nordfrankreich zum „Volksfisch“ wurde, zeigt die kürzlich eröffnete Ausstellung im Musée du dessin et de l’estampe originale in Gravelines, die noch bis zum 30.März 2014 zu sehen ist. Fünf Historiker und ein Fotograf illustrieren die „Geschichte des Volksfisches Hering“ (Le Hareng, l‘ histoire d‘ un poisson populaire), so der Titel. Das Zeichen- und Grafikmuseum in Gravelines nahe Dünkirchen ist wochentags außer Dienstag von 14-17 Uhr und am Wochenende von 15-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 Euro.

Bild: Ausstellungsplakat Le Hareng, l‘ histoire d‘ un poisson populaire© OT Gravelines

 


Veröffentlicht am: 18.10.2013

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