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Morgengruß von Helmut Harff: Miss Sofi

Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Ich bin auch nicht in Silvesterlaune, aber unendlich  beeindruckt von einer jungen Frau, die ich bisher nicht auf dem Schirm hatte, die mir diese Nacht aber genau dort begegnete. Ich meine Khadra Sufi, die sich in der Phönix-Sendung  IM DIALOG den Fragen von Alfred Schier stellte.

Die Geschichte der Journalistin-Kollegin und Buchautoren ist sicherlich einzigartig. Sie wuchs in Somalia in wohlhabendenden Verhältnissen auf. Ihr Vater - Träger des Bundesverdienstkreuzes - war als Dolmetscher an der Seite von  Hans-Jürgen Wischnewski maßgeblich an der Befreiung der Lufthansamaschine "Landshut" beteiligt. Die Familie war später auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg und zeitweise auch in der DDR.

In den 90er Jahren gelang dann die Flucht in die Bundesrepublik. Leider ging man mit einen einst hoch geehrten Mann und seiner Familie nicht gerade freundlich um und die Familie reiste weiter nach Großbritannien. Die sechszehnjährige Khadra Sufi blieb allein in Deutschland zurück, machte ihren Schul- und Berufsabschluss. Doch das reichte der jungen Somali nicht. Sie wollte mehr. Wie heute bekannt, schaffte sie das auch.

Was mich beeindruckte, war aber nicht nur der Lebensweg von Khadra Sufi. Es war vielmehr, was sie über Deutschland sagte. Mehrfach fielen im dem TV-Gespräch Sätze wie: "Ich liebe Deutschland", "Deutschland ist ein tolles Land", "Ich lebe gern in Deutschland" oder "Deutschland bietet so viele Chancen". Ich gebe zu, diese Sätze taten mir gut, vor allem weil sie von einer Frau kamen, die voller Stolz davon erzählt, dass sie seit zehn Jahren deutsche Staatsbürgerin ist und ihr genau diese Staatbürgerschaft ihre Würde wiedergegeben hat.

Wir, die wir hier geboren und aufgewachsen sind, meckern gern. Wir wissen es beispielsweise überhaupt nicht zu schätzten, wenn wir auf einem deutschen Flughafen so ganz selbstverständlich den Ausgang für EU-Bürger benutzen können. Da wartet kaum mal ein Zöllner auf uns.

Khadra Sufi beeindruckte mich auch damit, dass sie zeigt, dass man seinen Traum nicht nur träumen, sondern auch Leben kann. Sie sieht das nicht als etwas selbstverständliches an. Für sie sind wir hier in Deutschland privilegiert. Für sie scheint es auch einfach und für alle möglich zu sein, die Träume Realität werden zu lassen: Ein Ziel definieren und Schritt für Schritt darauf zu marschieren. Recht hat Khadra Sufi.

Alfred Schier fragte die vielseitige Frau, was sie in ihrem Leben erreichen will. Khadra Sufi: "Ich will hier Spuren hinterlassen und ich will viel, sehr viel zurückgeben. Dankbarkeit ist so wichtig". Was soll ich dazu noch sagen? Für mich ist Khadra Sufi eine der wichtigsten Frauen Deutschlands. Sicherlich hat sie nicht so viel Macht wie Kanzlerin Merkel und so viel Geld wie Madeleine Schickedanz. Als Vorbild für uns Deutsche taugt die 32jährige deutlich mehr als die beiden älteren Damen.

Ich mache mir nun mein Frühstück. Ehrlich, ich würde mich gern mal mit Khadra Sufi zum Frühstück treffen.

Ihnen wünsche ein genussvolles Wochenend-Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 19.10.2013

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