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Morgengruß von Helmut Harff: Arbeitsmode

Vor einigen Tagen begegnete mir ein Zimmermann auf der Walz. Er wanderte durch die Welt, von einem Job zum nächsten, wie es Zimmermannsgesellen bereits seit Jahrhunderten tun. Ich erkannte ihn sofort - an seiner Arbeitskleidung. Er trug eine schwarze Zimmermannskluft aus Kord mit Weste, einer silbernen Uhrenkette, dazu den typischen breitrandigen Hut, einen Knotenstock und selbstverständlich einen Ohrring.

So eine Arbeitskleidung, die seinen Träger sofort einer Berufsgruppe zuordnet, kennen wir aus vielen Berufen. Die weiße Bäcker- oder Malerkleidung, die Kochmütze, der Blaumann des Handwerkers sind genauso typisch, wie die Uniformen der Polizisten, Soldaten oder der Feuerwehrleute. Stewardessen sind mit ihrer Berufskleidung faktisch Aushängeschilder der jeweiligen Airlines. Vielflieger erkennen häufig erst an der Uniform der Stewardessen, mit welcher Airline sie gerade unterwegs sind.

Das ein einheitliches - manche sprechen auch von uniformen - Auftreten von Mitarbeitern soll eine gemeinsame Firmenidentität schaffen. Gleichzeitig will man so ein einheitliches Bild nach außen schaffen. Das gelingt vor allem bei weit verbreiteten Ketten wie MacDonald, IKEA, ALDI oder MacFit. Sieht man die Mitarbeiter - auch außerhalb ihres Arbeitsplatzes - in ihren T-Shirts, so weiß fast jeder, wo diejenigen arbeiten.

Eines verstehe ich jedoch nicht: Wenn die Mitarbeiter mit ihrer Arbeitskleidung sozusagen für ihren Arbeitgeber Werbung laufen, warum man so wenig Wert auf genau diese Kleidung legt. Während Stewardessen noch einigermaßen chic sein dürfen, stecken vor allem große Ketten ihre Mitarbeiter zumeist in wenig Kleidsames. Über Shirts in Firmenfarben und mit dem Logo bedruckt reicht der Einfallsreichtum kaum hinaus.

Klar, Arbeitskleidung muss funktional und pflegeleicht sein. Doch wieso werde ich den Eindruck nicht los, dass die Firmen-Shirts alle aus der gleichen Fabrik irgendwo in Asien stammen? Weil die alle (fast) gleich aussehen. Da legen die Unternehmen so viel Wert auf einen besonders hohen Wiedererkennungswert und ein gutes Image. Die Kleidung der Angestellten ist davon nur in seltenen Fällen betroffen.

Hat das etwas mit der Wertschätzung der Mitarbeiter zu tun? Das kann sicherlich so sein. Doch ein wirklich gutes Image lässt sich so nicht herstellen. Wer seine Mitarbeiter in langweile Kleidung steckt, der verbreitet genau dieses Image. Vielleicht vergeben ja mal IKEA und Co. Aufträge an junge Modemacher - gern im Rahmen eines spektakulären Wettbewerbs - um so ebenso funktionale wie chice Arbeitskleidung zu kreieren. Eine Arbeitskleidung, die sich die Mitarbeiter selber "zusammenschrauben" können, wäre doch einen nette Idee für die Schweden.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Ach ja, meine Brötchenverkäuferin trägt wie in alten Zeiten so ein weißes Häubchen im Haar - nett.

Ich wünsche Ihnen ein herbstlich-genussvolles Frühstück. Übrigens: In zwei Monaten ist Weihnachten.

 


Veröffentlicht am: 24.10.2013

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