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26.05.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Stress

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Auftrag der Techniker Krankenkasse die Deutschen nach ihrem Stresslevel. Ein gutes ergab die Studie für die Männer. Nur 52 Prozent gaben an, gestresst zu sein. Bei den Frauen waren es 63 Prozent. Schon höre ich wieder das Gerede vom faulen Macho, der sich um nichts kümmert. Doch dem ist wohl nicht ganz so. Schließlich gaben 48 Prozent der Frauen an, sich selber unter Druck - sprich Stress - zu setzten. Bei den Männern sind es 41 Prozent.

Da sind wir schon bei einem Problem, dass sicherlich nicht nur ich immer mehr beobachte. Viele, vor allem solche auf erfolgt programmierte jüngere Menschen aus Großstädten stehen dauernd unter Strom. Jeder will auf der Erfolgsleiter ganz nach oben, egal ob er das Zeug dazu hat oder nicht. Jeder will einen tollen  Job, viel Geld, ein großes Auto, ein Haus oder eine Eigentumswohnung, wohlgeratene Kinder, viele Freunde, tolle Reisen und, und, und...

Da bleibt es nicht aus, dass genau die Gruppe von Männern und Frauen zwischen 18 und 60 die gestresstesten der Republik sind. Wer ständig auf der Überholspur unterwegs ist, wer mit dem Smartphone nicht nur aufs Klo, sondern sogar ins Bett geht, der muss sich nicht wundern, wenn er unter Stress leidet.

Wir machen uns - davon bin ich überzeugt - mehr Stress als nötig, mehr Stress als irgend jemand von uns fordert. Wir planen unsere Tage 24 Stunden durch, vergessen aber dabei allerdings auch Ruhephase in den Tagesablauf einzubauen. Geht dann auch nur etwas schief, ist Stress in seiner ausgeprägtsten Form vorprogrammiert.

Wir haben - und das gilt vor allem für Städter und für Menschen im wirtschaftlich erfolgreicheren Süden des Landes - uns so an den Stress gewöhnt, dass wir Entzugserscheinungen bekommen, wenn wir uns mal aus dem Alltag ausklinken. Dazu müssen wir uns aber schon zwingen oder gezwungen werden. Ein handyfreies Dinner oder gar ein Wellness-Wochenende ohne Online-Zugang wären ein guter Anfang. Doch ob das bei den meisten klappt wage ich zu bezweifeln. Schließlich beobachte ich selbst in Konzerten oder im Gottesdienst Menschen, die SMS versenden oder ihre Mails lesen.

Ob wir unter Stress leiden haben wir zumindest in weiten Teilen selber in der Hand. Klar ist die Zeit hektischer geworden. Doch müssen wir immer noch einen drauf setzten? Müssen wir wirklich rund um die Uhr erreichbar sein? Ist wirklich jede SMS, jede Mail so wichtig, dass man dafür ein interessantes Gespräch unterbrechen muss. Neulich las ich, dass es immer mehr Menschen geben soll, die selbst beim Sex nicht auf das Smartphone verzichten. Das ist dann wohl Stress pur

Ich mache mir jetzt ganz stressfrei mein Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Legen Sie doch so lange ihr Handy ins Gemüsefach.

 


Veröffentlicht am: 31.10.2013

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