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Morgengruß von Helmut Harff: Jahrhundertfund

Normalerweise benutze ich Superlative nicht. Doch im Fall des Münchner Bilderfundes ist ein solches Superlativ wie "Jahrhundertfund" durchaus angebracht. Man wird sicherlich nicht so schnell - wenn überhaupt noch einmal - so viele verschollen geglaubte Bilder in Privathand finden wie vor zwei Jahren in der bayrischen Hauptstadt.

Was mögen die Zollbeamten gedacht haben, als sie 2011 in der angeblich völlig vermüllten Wohnung von Rolf Nikolaus Cornelius Gurlitt auf einen einmaligen Kunstschatz gestoßen sind. Was denkt man, wenn man vor Gemälden von Picasso, Matisse, Chagall, Marc, Dürer und, und und steht? Mir würde das Herz stehen bleiben.

Was danach passierte ist für mich fast genau so sensationell wie der Fund selber. Alle Beteiligten, und davon muss es einige gegeben haben, hielten über zwei Jahre still. Nun war es der "Focus", der die Ehre hatte, den Fund öffentlich zu machen.

Sensationell ist für mich auch, wie jemand, dessen Vater in der Nazizeit mit der Verwertung von "entarteter Kunst" befasst war, völlig unbehelligt blieb, obwohl er ganz offen immer wieder Bilder über renommierte Auktionshäuser versteigern ließ. Kein Wunder, dass er weder eine Kranken- noch eine Rentenversicherung besaß, wie zu lesen ist. Warum er auf die Verkäufe - wie ebenfalls kolportiert wird - keine Steuern zahlen musste, darum wird sich die Staatsanwaltschaft auch kümmern müssen.

Kümmern werden sich jetzt viele Menschen um den Fund von München. Ermittler, Kunstsachverständige und Anwälte haben sicherlich die nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte damit zu tun. Viele Leute werden viel Geld und viel Ruhm scheffeln können.

Eine Frage bewegt mich noch: Was macht der Fund eigentlich mit dem internationalen Kunstmarkt? Fallen die Preise für Bilder der klassischen Moderne? Schließlich werden sicherlich Hunderte der Werke in den nächsten Jahren zum Kauf angeboten werden. Wenn so in großes Konvolut zum Verkauf ansteht, kann ich mir vorstellen, dass die Preise deutlich unter Druck geraten werden. Warten wir mal ab.

Doch was macht man jetzt mit dem Fund? Klar müssen die Besitzverhältnisse geklärt werden. Doch bis dahin - so mein Vorschlag - sollte man die Bilder nicht beim Zoll einlagern, sonder in einer großen Sonderschau allen Interessierten präsentieren.

Ich mache mir jetzt ganz prosaische mein Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Haben Sie vielleicht noch in der Kammer einige Bilder zu stehen. Sagen Sie mir bitte bescheid.

 


Veröffentlicht am: 05.11.2013

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