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Morgengruß von Helmut Harff: Abschied

Bis vor einigen Jahren habe ich nicht gewusst, dass das Älterwerden etwas mit sich bringt, was wir so gar nicht wollen: den Tod. Ich bin inzwischen der Ansicht, dass die zunehmende Zahl von Todesfällen in der Familie und im Freundeskreis zeigt, dass man selber im stillen Kämmerlein einmal über sein Ende oder zumindest über den "Rest" des Lebens nachdenkt.

Wobei, dass sollte man nicht im stillen Kämmerlein machen. Über Themen wie Tod oder das Altwerden sollte man mit vertrauten Menschen reden. Zumindest habe ich das so erfahren und erlebt. Allein damit umzugehen, ist sicherlich der falsche Weg. Und dennoch, jeder geht mit dem Verlust von mehr oder weniger geliebten Menschen anders um. Den einen bringt die Trauer fast um den Verstand, andere reagieren zumindest äußerlich eher gelassen. Zumeist sind es die letzteren, die nach dem Ableben eines nahestehenden Menschen alles organisieren. Das kann auch ein Umgang mit dem Tod, mit den Verlust eines Menschen sein.

Egal, welche Strategien jemand für sich entdeckt, ich glaube, es gibt keine Strategien im Umgang mit den Hinterbliebenen. Eigentlich, so meine Beobachtungen, steht man solchen Situationen ziemlich hilflos gegenüber. Was sage ich dem anderen trauernden? Wie verhalte ich mich? Was ist angemessen, was geht gar nicht? Auf diese Fragen gibt es keine festgelegten Antworten. Selbst ein Pfarrer, der mit dem Tod von Berufswegen zu tun hat, konnte mir auf die Frage nach dem Umgang mit Trauernden keine wirklichen Rat geben. Ehrlich bleiben, nicht heucheln, für den anderen da sein, dass waren seine Empfehlungen.

Da hatte der Geistliche wohl recht. Mehr möchte man auch als Hinterbliebener - ein unschönes Wort finde ich - auch nicht. Man will gemeinsam Abschied nehmen. Mir geht es immer so, dass ich von anderen Trauergästen gern erfahre, was der Verstorbene für sie bedeutet hat, was er aus ihrer Sicht für ein Mensch war.

Und dennoch, mit dem Abschied nehmen von Menschen, die einem was bedeutet haben, werde ich mich wohl nie abfinden können. Es scheint zu dem Lasten des Älterwerdens zu gehören, dass man immer häufiger in solche Situationen gerät. Dagegen sind graue oder fehlende Haare oder einige Falten wirklich das allerkleinste Übel des Alters.

Na, dann mache ich mir mal einen Kaffee. Für mehr habe ich heute einfach keine Lust.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und freundlichere Gedanken, als die, die mir heute durch den Kopf gingen.

 


Veröffentlicht am: 13.11.2013

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