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23.03.2017

 

 

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Wintererlebnisse für die Seele

Allein auf der Loipe durch ein einsames Hochtal gleiten, auf Schneeschuhen durch den verschneiten Wald wandern, eine lustige Rodelpartie machen oder einfach das winterliche Bergpanorama bewundern – ab und zu zahlt es sich aus, die Skier oder das Snowboard abzuschnallen. Für Menschen, die weder Ski noch Snowboard fahren oder sportliche Abwechslung suchen, gibt es viele Winteraktivitäten als Alternativen abseits der Pisten.

Knödel statt Medaillen


Die intensive Bewegung beim Langlaufen ist gesund, doch der wichtigste Grund, warum dieser Sport so viele begeisterte Anhänger hat, sind Stille und Natur ohne Pistenrummel. Auf schmalen Latten durch ein wildromantisches Tal dahingleiten kann man zum Beispiel in der Südtiroler Ferienregion Kronplatz. Das Gsiesertal ist 20 Kilometer lang und steigt sanft von 1.100 auf bis 1.400 Meter an. 42 Kilometer Loipen führen durch das Tal, doppelspurig für den klassischen Langläufer und mit genügend Platz für die Skater. Seit 2001 wird die Gsieser-Tal-Loipe mit einer Unterlage aus Kompaktschnee präpariert. Entlang der Loipe liegen etliche gastliche Stätten, die von Dezember bis März schmackhafte „Langlaufkost“ kochen.

Speckknödel mit Gulasch, Käsenocken mit Kraut, Spinatnocken mit Gorgonzolasoße, Pilzknödel, Kartoffelknödel – hausgemacht und köstlich, gegen diese vollkommen legale Form der Kraftnahrung haben weder WADA noch NADA etwas einzuwenden. Beim Gsieser Knödelmarathon, der am 12. Januar 2014 stattfindet, können Sportler und Zuschauer alle möglichen Varianten der delikaten Rundlinge probieren. Ein weiterer Termin, den sich Freunde nordischer Sportarten vormerken sollten, ist der Biathlon-Weltcup in Antholz vom 16. bis 19. Januar 2014.

Wo man die Pisten auch mal links liegen lässt

Traumhafter Schnee, endlose Pisten – klar, dass im Winterurlaub in Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol das Skifahren und Snowboarden an erster Stelle steht. Doch jenseits der Abfahrten warten noch ganz andere Verlockungen, für die man die Bretter auch gerne mal stehen lässt: 19 unterschiedliche Wohlfühlstationen – verteilt über das gesamte Skigebiet – könnten der Grund dafür sein, dass Skifahrer und Snowboarder hier Überstunden bei der Mittagspause einlegen.

Abschalten ist angesagt – im Strandkorb, in bequemen Hängematten, auf ergonomisch geformten Genussliegen, in gemütlichen Sofas oder Hochsitzen, die allesamt an besonders schönen Stellen im Skigebiet aufgestellt wurden. Während Sportler das Panorama genießen, sammeln sie neue Kräfte für herrliche Abfahrten. Die Wohlfühlstationen sind auf der Panoramakarte der Region, die auch im Pocketformat überall vor Ort erhältlich ist, eingezeichnet. So findet man unterwegs stets den schnellsten Weg zum nächsten Liegestuhl. Besonders begehrt sind die lauschigen Plätzchen im Spätwinter, wenn die Frühlingssonne wohlig wärmt.

Auf Schneeschuhen ins Reich König Laurins

Lange bevor das Schneeschuhwandern alpenweit zum Trendsport wurde, setzte man im Wanderhotel Cyprianerhof in Tiers am Rosengarten auf winterliche Naturerlebnisse abseits der Pisten. Entsprechend umfassend ist der Service des 4-Sterne-Superior Hotels rund um die sanfte Winteralternative: Täglich findet mindestens eine geführte Schneeschuhwanderung statt, manchmal auch zwei unterschiedlicher Schwierigkeit. Wöchentlich wird ein Einführungskurs veranstaltet, das passende Equipment kann im Hotel ausgeliehen werden.

So gerüstet erkunden die Schneeschuhwanderer unter fachkundiger Begleitung das eisige Zauberreich der Dolomitensagen – die Wände des Rosengartens und die Vajolettürme, das Felslabyrinth unter dem Latemar oder die weiten Schneeflächen der Seiser Alm. Nach dem Ausflug ins winterliche Hochgebirge lässt es sich im 30 Grad warmen Außenpool des Cyprianerhofs wunderbar entspannen und den Panoramablick auf Schlern und Rosengarten genießen. Die Pauschale König Laurins Schneeschuhwanderwochen mit sieben Übernachtungen inkl. Halbpension, Ausrüstungsverleih, Schneeschuhwander-Einführungskurs und sechs geführten Schneeschuh-Touren ist vom 6. Januar bis 22. Februar 2014 ab 700,- Euro pro Person buchbar.

Rodelspaß am Katschberg

Eines hat das Rodeln dem Skifahren voraus: Man sitzt meistens zu zweit auf dem Schlitten und hat somit doppelten Spaß, auch wenn man gelegentlich in einer Schneewehe landet. Zumal der Abfahrt oft ein gemütlicher Hüttenabend vorausgeht. In der Ferienregion Katschberg auf der Sonnenseite des Tauernhauptkammes ist zum Beispiel die Gamskogelhütte ein beliebter Startpunkt für schneidige Schlittenfahrten auf der 1,5 km langen Rodelbahn, die zur Katschberghöhe hinab führt.

Jeden Dienstag und Samstag findet dort das Nachtrodeln statt. Dienstags wandern die Rodler im Fackelschein gemeinsam zur Gamskogelhütte und fahren nach einer zünftigen Einkehr mit der Rodel auf der beleuchteten Bahn zurück. Inklusive Guide, Fackel und Rodelverleih kostet die Teilnahme 12,- Euro pro Person. Wer es etwas feudaler mag, steigt auf den Pferdeschlitten um. Bei Tag oder Nacht geht es eingehüllt in warme Decken durch die verschneite Almlandschaft zur urigen Pritzhütte im Naturschutzgebiet Gontal.

Foto: Andreas Kirschner

 


Veröffentlicht am: 29.11.2013

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