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23.06.2017

 

 

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Harff reist: Mit Stena Line nach Göteborg

Ich bin noch nie mit einem großen Schiff über die Ostsee oder ein anderes Meer gefahren. Bisher reichte es höchstens zu einer Hafenrundfahrt in Hamburg oder einem Törn rund um Rügen. Nun sollte es mit der Fähre „Stena Scandinavica“ von Kiel nach Göteborg gehen. Gebucht war ein Trip zur Weihnachtsstadt Göteborg.

Vom Kieler Hauptbahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum Schwedenkai. Hier liegen die Fähren der Stena Line. Wer rechtzeitig in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt ankommt, kann auf dem Weg zum Schiff noch einen Gang über den Kieler Weihnachtsmarkt machen. Der gehört allerdings nicht zu den schönsten der Republik.

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Das Einchecken auf die „Scandinavica“ war einfacher als der Kauf einer Bahnfahrkarte. Schon der Gang zum Schiff ist für einen Süßwassermatrosen wie mich ein Erlebnis. Immerhin ist die Auto-und Personenfähre 11 Stockwerke über der Wasserlinie hoch.


Auf dem Schiff angekommen, gab es einen Glöck – einen schwedischen Glühwein. Hier auf dem Schiff wurde er im Gegensatz zum Reiseziel mit Alkohol ausgeschenkt. Einen Glöck gibt es nicht immer als Willkommensdrink. Dazu muss man schon das Weihnachtsspezial von Stena Line gebucht haben. Das Spezial bietet noch weit mehrt, als einen Glögg, doch davon später mehr.

Erstaunt war ich über die Größe der gebuchten Außenkabine. Nichts von der Enge in einem Schlafwagen der Bahn. Neben dem bequemen Bett – nichts für wirklich lange Menschen – punktete die Kabine mit einem großzügigen Arbeitsplatz und einem Bad mit toller Dusche und ausreichend Platz. Sogar Duschgel und Handtücher waren vorhanden. Alles machte einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck. Unverständlich ist nur, warum es in den Kabinen keinen W-Lan-Zugang gibt. Will man ins Internet, so ist man auf die öffentlichen Bereiche des Schiffes angewiesen. Leider geht es hier häufig recht laut zu. Langsam ist der Zugang außerdem - bitte nachbessern.

Das liegt auch daran, dass es im bordeigenen Shop viel Alkohol zu kaufen gibt, der zumindest aus schwedischer Sicht sehr billig ist. Einiges gibt es sicherlich hier, wofür in Deutschland mehr zu bezahlen ist. Wer Schnäppchen machen will, sollte allerdings die hiesigen Preise im Kopf haben.

Relativ moderat sind auch die sonstigen  Preise auf den Stena Line-Fähren. Allerdings sollte man sich überlegen, ob die 49 Euro für das skandinavische Büfett wirklich gut angelegt sind. Der angebotene Fisch ist sehr lecker, doch man solle einen großen Hunger mitbringen.

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Doch bevor es zum Abendessen geht, steht ein Besuch auf dem Oberdeck an. Die Ausfahrt aus dem Kieler Hafen ist ein Schauspiel, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Gleiches gilt für die Einfahrt in den Göteborger Hafen vorbei ein kleinen bewohnten Inselchen und einem Hafenkastel. Hier haben der Kapitän und seiner Mannschaft wirklich viel zu tun, um das Schiff sicher unter die den Hafen überspannende Brücke zu steuern. Die ist zwischen Schiff und Brücke sind nur 2,5 Meter Luft.

Ja, der Kapitän, der ist ziemlich allein auf seiner dunklen Brücke. Nur ein Matrose leistet ihm Gesellschaft bei der Fahrt über die nächtliche Ostsee. Klar ist des dunkel auf der Brücke. Wie sonst soll der Steuermann auch die Lichter sehen, die ihm den Weg weist. Allerdings blickt man hier mehr auf einige Monitore, als dass man sich an den Bojen orientiert.

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Auch wenn für einen Reise mit der Stena-Fähre der Spruch gilt, wonach der Weg das Ziel ist, so war das Ziel eben doch Göteborg. Schön, wer das Weihnachtspaket gebucht hat, muss sich in der schwedischen Hafenstadt nicht allein auf den Weg machen. Am Kai wartet ein Bus. Auf einer zweistündigen Stadtrundfahrt wird den Reisenden die Stadt und ihre Geschichte näher gebracht. Göteborg gehört sicherlich nicht zu den schönsten Städten Europas, hat aber einen ganz eigenen Charme

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Fischliebhaber zieht es sicherlich in die Festkekörka - die Fischhalle. Hier kann man alles kaufen, was so in der Ostsee schwimmt. Ein Fischrestaurant lockt Genießer mit fangfrisch zubereitetem Fisch. Verdammt lecker, was da für nicht gerade kleines Geld auf den Teller kommt.

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Nach der Bustour hat man Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Ein Besuch des ehemaligen und inzwischen topsanierten Arbeiterviertels Haga mit seinem schönen Weihnachtsmarkt sollte ebenso dazu gehören wie das riesige Einkaufszentrum Nordstan in der Innenstadt. Shoppen lohnt sich zumindest aus finanziellen Erwägungen in Göteborg nicht. Hier, wie an vielen anderen Stellen verteilen nette Menschen einfach so Glögg. Eine nette Geste. Allerdings muss man sich daran gewöhnen, dass der keinen Alkohol enthält. Der darf in Schweden nicht öffentlich ausgeschenkt werden. Doch das hält man aus.

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Nach dem Stadtbesuch geht es mit dem Bus weiter zum Liseberg. Göteborgs Freizeitpark wird jedes Jahr in einer sechswöchigen Umbauaktion in den für mich absolut schönsten Weihnachtsmarkt umgebaut. Die das machten, haben ganze Arbeit geleistet. Zwei Stunden reichen nicht, auch nur alles anzusehen, was der "Jul pa Liseberg" zu bieten hat. Man wird einfach verzaubert, auch wenn der Schnee noch künstlich ist. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten und nicht nur die Kinderaugen leuchten. Nun ist auch klar, warum der Weihnachtsmann im Norden zuhause ist. Ich glaube, er wohnt zumindest in der Adventszeit im "Jul pa Liseberg".  Glückliche Göteborger!

Zurück geht es dann wieder über Nacht nach Kiel.

So ein Kurztrip nach Göteborg und zum "Jul pa Liseberg" ist seine mindestens 139 Euro (Kinder unter 14 Jahren reisen umsonst) Cent für Cent wert.

Testurteil: fünf von fünf möglichen Sternen

 


Veröffentlicht am: 04.12.2013

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